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Chemieindustrie in Turkmenistan kommt in Bewegung

| Autor / Redakteur: Uwe Strohbach, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

In Turkmenistan sind mehrere Ausbauprojekte in der Pipeline, außerdem ist eine Feasibilitystudie für eine neue Ölraffinerie in Vorbereitung.
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In Turkmenistan sind mehrere Ausbauprojekte in der Pipeline, außerdem ist eine Feasibilitystudie für eine neue Ölraffinerie in Vorbereitung. (Bild: wikipedia)

Turkmenistan will seine Chemieindustrie und Petrochemie massiv ausbauen. Die gestarteten und geplanten Projekte konzentrieren sich auf Düngemittel, Jod- und Bromerzeugnisse sowie mehr veredelte Ölprodukte.

Aschgabat (gtai) - Die geplanten Vorhaben der turkmenischen Chemieindustrie sind in mittel- und langfristigen staatlichen Programmen für die Entwicklung der Chemieindustrie und der Öl- und Gaswirtschaft verankert. Die Ausbau- und Modernisierungsprojekte versprechen ausländischen Ausrüstungsanbietern Geschäftschancen.

Dem Ausbau und der Modernisierung der chemischen und petrochemischen Industrie kommt bei der angestrebten Diversifizierung der Wirtschaft in Turkmenistan eine besondere Bedeutung zu. Die Chemiebranche steht mit einem jährlichen Ausstoß von 185 Mio. US$ für knapp 2% der Industrieproduktion des Landes. Die Ölverarbeitung kommt mit einem Aufkommen von 1,8 Mrd. $ auf einen Anteil von fast zwei Fünfteln (jeweils Durchschnittsangaben für 2009 und 2010; Angaben für 2011 liegen noch nicht vor).

Hauptfokus Gaschemie

Ausgehend von den riesigen Erdgasreserven setzt das Land in seinem Branchenprogramm für die Chemieindustrie den Hauptfokus auf den Ausbau der Gaschemie und darunter vor allem auf die Ausweitung der Produktion von Stickstoffdünger (Ammoniak und Harnstoff). Der jährliche Ausstoß von Stickstoffdünger soll von 870.000 t im Jahr 2011 bis 2015 auf 4,5 Mio. t und bis 2020 auf 5,4 Mio. t steigen (jeweils bemessen in Ammonsalpeter). Die zweite Ausbausäule umfasst Projekte zur industriellen Nutzung der in Turkmenistan reichlich vorhandenen mineralischen Salze sowie jod- und bromhaltigen Tiefenwässern.

Das Gros der Kapazitäten der Chemieindustrie ist in neun staatlichen Betrieben konzentriert, deren Tätigkeit von dem 2007 gegründeten Konzern Türkmenhimiýa (Turkmenische Chemie) koordiniert wird. Dem Staatskonzern unterstehen noch ein Dienstleister für den Düngemittelvertrieb (Dökünhimiýa) und ein Forschungsinstitut (Himiýa instituty). In den Produktionsbetrieben, die im Wesentlichen Stickstoff- und in geringerem Maße Phosphordünger, Natriumsulfat/Natriumsalze sowie Jod- und Bromerzeugnisse herstellen, sind circa 8.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die wenigen außerhalb von Türkmenhimiýa tätigen Branchenunternehmen stellen Kunststoff- und haushaltschemische Erzeugnisse her. Letztere werden fast ausnahmslos im Aschgabater Werk für Haushaltschemie produziert.

Kenndaten der turkmenischen Chemieindustrie und Petrochemie finden Sie in der Bildergalerie des Artikels

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