Anbieter zum Thema
Düngerproduktion in Turkmenistan
Zentrum der Gaschemie ist die Region Mary. Die in der Siedlung Energetik nahe der Stadt Mary ansässige Produktionsvereinigung Maryasot stellt seit 1984 Stickstoffdünger her. Ihr Hauptprodukt ist Ammonsalpeter (projektierte Kapazität: 450.000 t/Jahr). Maryasot verfügt auch über Anlagen für die Herstellung von Ammoniak (600 t/Tag) und nichtkonzentrierter Salpetersäure (1.080 t/Tag).
Produziert werden ferner Verpackungen aus Polypropylen. Maryasot hegt Pläne für die weitere Modernisierung der Produktion von Ammonsalpeter. In der Stadt Tejen (Tedshen, Region Ahal) wird seit 2005 in der Produktionsvereinigung Tejenkarbamid Harnstoff hergestellt. Das Unternehmen, das von der türkischen Baugesellschaft GAP Insaat errichtet wurde (Gesamtkosten: 240 Mio. $), verfügt über eine jährliche Kapazität von bis zu 350.000 t mit einem Stickstoffgehalt von 46,2%.
Das Chemiewerk S.A. Nyýazow in Turkmenabat (Region Lebap) ist der einzige turkmenische Hersteller von Phosphordünger. Die Produktpalette des Unternehmens umfasst Ammoniumsuperphosphat, Schwefelsäure und Stickstoffphosphat. Das Werk plant eine umfassende Modernisierung und einen Ausbau seiner Kapazitäten auf bis zu 300.000 t Dünger/Jahr.
Im Januar 2010 vereinbarte Türkmenhimiýa mit einem japanischen Firmenkonsortium (Kawasaki Plant Systems Ltd./Sojitz Corporation), Fabriken für die Produktion von Ammoniak (400.000 t/Jahr) und Harnstoff-Granulat (640.000 t/Jahr) bei der Stadt Mary zu errichten. Das für die Produktion erforderliche Erdgas kommt von der Lagerstätte Döwletabat. Anfang 2011 trat das 1,1 Mrd. $ teure Projekt in seine Realisierungsphase. Die Bauausführung obliegt dem Unternehmen Renaissance Construction (Türkei). Die Technologien liefern Unternehmen aus den USA (Kolleg Brown & Root), den Niederlanden (Stamicarbon) und Deutschland (Uhde Fertilizers Technologies).
Mit der Mitte 2014 geplanten Inbetriebnahme des Unternehmens (Marykarbamid) soll der landesweite Ausstoß von Stickstoffdünger auf bis zu 1 Mio. t steigen. Angestrebt wird eine Exportquote von mindestens 50%. Ein ähnliches Projekt (Produktion von Harnstoff, Methanol und Ammoniak) strebt Türkmenhimiýa mit den japanischen Partnern Mitsubishi Heavy Industries und Mitsubishi Corporation in Tejen (Tedshen) an.
(ID:37196890)