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Reiche Mineralienvorkommen
Die aktuell geplanten Ausbauprojekte umfassen die Errichtung von jeweils zwei Fabriken für die Nichtmetalle Jod/Jodderivate (Kapazitäten: 250 und 300 t/Jahr; 100% Jodgehalt) und Brom/Bromderivate (2.400 und 4.500 t/Jahr; 100% Bromgehalt) an den Standorten Balkanabat und Hazar sowie die Erneuerung der Förderanlagen in den Lagerstätten Boýadag (Jodfabrik Balkanabat) und Tscheleken (Chemiewerk Hazar). Über die Ergebnisse der Ende 2011 beziehungsweise Anfang 2012 durchgeführten und später wiederholten internationalen Ausschreibungen gibt es bisher keine Informationen. Bereits 2001 hatte die Regierung ein Programm für die komplexe Nutzung der Jod- und Bromlagerstätten verabschiedet. Ein 2009 durchgeführtes Bieterverfahren für die Errichtung von Jod- und Bromfabriken blieb ohne Ergebnis.
Die reichen Vorkommen an Natriumsulfat und anderen Mineralien bilden die Basis für die Produktion von Natriumsulfat, Magnesiumsulfat, Magnesiumchlorid (Bischofit) und (medizinischem) Glaubersalz in der Produktionsvereinigung Garabogazsulfat, Garabogaz. Das Kombinat Guwlydus stellt jodiertes Speisesalz und technische Kochsalze her. Das Unternehmen Türkmenmineral produziert technische und Speisesalze, Kalziumkarbid, medizinischen und Baugips, kaustischen Dolomit und Cölestin-Erzeugnisse.
Die Cölestin-Lagerstätte Beineu Kyr (Tuakyr-Gebirge) gilt als größtes Cölestin-Vorkommen in der GUS. Unter den sonstigen Produkten, die in den Unternehmen von Türkmenhimiýa hergestellt werden, sind vor allem Koagulierungsmittel zur Wasseraufbereitung (Aluminium- und Eisensulfat) und Polymererzeugnisse (Rohrleitungssysteme und Haushaltswaren) zu nennen.
Petrochemie in Turkmenistan
Die Petrochemie ist der traditionell bedeutendste Industriezweig des verarbeitenden Gewerbes. Ölprodukte sind nach Erdgas das zweitwichtigste Ausfuhrgut (Exportvolumen Januar bis August 2012: 2,24 Mrd. $, Zuwachs gegenüber Vorjahresperiode: 15%). Zwei Drittel des Branchenausstoßes sind für Auslandsmärkte bestimmt. Die Petrochemie-Kapazitäten sind im staatlichen Ölverarbeitungskomplex Turkmenbaschi (TNGIZT) mit den beiden Raffinerien in Turkmenbaschi und Seýdi konzentriert. Der Komplex steht für ein Fünftel bis ein Viertel des wertmäßigen Ausstoßes der verarbeitenden Industrie des Landes.
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