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In den letzten zwölf Jahren wurde er für 1,6 Mrd. $ aufgerüstet. Der Großteil der Investitionen floss in Produktionsanlagen für Brennstoffe (Kapazität: 900.000t/Jahr) und Polypropylen (90.000 t/Jahr). Die Produktpalette umfasst gut 40 Erzeugnisse. Haupterzeugnisse sind Benzin, Dieselkraftstoff, Kerosin, Leichtöl, Bitumen, Koks, Schmierstoffe und Polypropylen. In den ersten acht Monaten 2012 verarbeiteten beide Raffinerien 4,67 Mio. t Rohöl (Hauptausstoß: 1,45 Mio. t Dieselkraftstoff und 1,25 Mio. t Benzin). Eine kleinere Raffinerie betreibt seit 2007 der ausländische Investor und Ölförderer Dragon Oil (Verarbeitungskapazität: 2,5 Mio. t/Jahr).
Die geplanten mittel- und langfristigen Modernisierungs- und Ausbaupläne für die Öl- und Gasverarbeitung sind im staatlichen Programm der Entwicklung der Öl- und Gasindustrie bis 2030 verankert. Demnach soll die Ölverarbeitung 2015 ein Volumen von bis zu 15 Mio. t, 2020 bis zu 20 Mio. t, 2025 bis zu 22 Mio. t und ab 2030 von bis zu 30 Mio. t erreichen. Auch wenn die Ausbauziele bei Weitem nicht realistisch sind und mehrere Projekte in der Vergangenheit auf Eis gelegt wurden, bleibt unbestritten, dass die Branche in den kommenden Jahren weitere Investitionen tätigen wird.
Feasibilitystudie für Bau einer Ölraffinerie
Mittelfristig soll sich der Verarbeitungsgrad in den Raffinerien Turkmenbaschi und Seýdi auf bis zu 95% gegenüber knapp 80% 2009 erhöhen. Vorgesehen sind die Errichtung einer Anlage für die jährliche Produktion von 150.000 t Polypropylen und neuer Kapazitäten für die Herstellung von Schmierstoffen und Industrieölen in Turkmenbaschi sowie Projekte für die Produktion von Straßenbitumen, synthetischen Waschmitteln, Polyethylen und Polypropylen sowie Benzol in Seýdi.
Mitte 2012 unterzeichnete das Management von Turkmenbaschi (TNGIZT) mit der US-Gesellschaft Westport Trading Europe Limited einen Vertrag über die Projektierung und den Bau einer Anlage für die jährliche Produktion von 37.200 t Straßenbitumen aus Abfällen der Ölverarbeitung. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2014 vorgesehen. Die JGC Corporation, Yokohama (Japan), bereitet im Auftrag der turkmenischen Regierung eine Feasibilitystudie für den Bau einer Ölraffinerie am Standort Okaram (Region Balkan) vor. Der Baustart für das Ölverarbeitungswerk mit einer Kapazität von zunächst 3 Mio. t/Jahr und später von bis zu 5 Mio. t/Jahr soll 2015 erfolgen.
Kenndaten der turkmenischen Chemieindustrie und Petrochemie finden Sie in der Bildergalerie des Artikels
* Quelle: Germany Trade and Invest
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