Anbieter zum Thema
Erschließung von Kalilagerstätten
Die Gesellschaft ОAО Belgorchimprom (Belarus) engagiert sich bei der Erschließung der landesweit größten Kalisalzlagerstätte Garlyk nahe der Grenze zu Afghanistan (Landkreis Köýtendag, Region Lebap). Sie erhielt 2010 den Zuschlag für den Bau eines Bergbau- und Anreicherungskomplexes für die Produktion von Kalidünger. Die Kosten für das Projekt betragen in einer ersten Etappe circa 1 Mrd. $ und unter Einschluss der zweiten Etappe bis zu 2 Mrd. $. Die Realisierung des Vorhabens erstreckt sich bis 2014/15 und sieht auch den Bau einer Fabrik für Fertigdünger vor (Kapazität: 1,4 Mio. t Kaliumchlorid/Jahr, darunter 0,8 Mio. t feinkörniger und 0,6 Mio. t granulierter Dünger). In der Perspektive ist ein Ausstoß von jährlich bis zu 4 Mio. t Dünger avisiert.
Mittel- und langfristig ist die Erschließung weiterer Kalilagerstätten geplant. Von den insgesamt entdeckten 13 Kalisalzlagerstätten wurden bisher drei im Südosten des Landes intensiv geologisch erkundet (Garlyk, Tübegatan und Garabil; prognostizierte Vorräte dieser Vorkommen: 2,8 Mrd. t.) Die OAO Belgorchimprom ist unlängst mit Türkmenhimiýa eine Partnerschaft bei der weiteren Erkundung der Lagerstätte Garabil (Region Lebap) eingegangen.
Schon seit mehreren Jahren strebt Türkmenhimiýa mit ausländischer Hilfe einen Ausbau der Gewinnung und Verarbeitung von jod- und bromhaltigen Tiefenwässern an. Turkmenistan verfügt über circa 40% aller Jod- und Brom-Wasservorräte in der GUS. Bei den Jodvorkommen belegt das Land nach Angaben von Türkmenhimiýa weltweit Rang drei nach Chile und Japan. Das Gros der industriell nutzbaren jod- und bromhaltigen Tiefenwässer befindet sich im westlichen Teil Turkmenistans. Bisher werden die Vorkommen nur marginal genutzt.
Bisher erschlossene Lagerstätten
Unter den bisher erschlossenen Lagerstätten sind vor allem zu nennen Celeken (Tscheleken), Boýadag, Nebitdag-Monjukly und Gorgandag-Okarem. Weitere perspektivreiche Vorkommen befinden sich in der Phase der geologischen Erkundung (Tersakan und andere). Allein die Vorräte an Jod-Brom-Wässer in Boýadag werden mit 35.000 cbm/Tag angegeben.
Gegenwärtig werden Jod- und Bromerzeugnisse in drei Betrieben hergestellt: in der Jodfabrik Bereket, im Jodwerk Balkan (jeweils Produktion von technischem Jod der Marke A) und im Chemiewerk Hazar (technisches Jod, Kaliumiodid, Kaliumiodat, Jodoform, ferner Eisenbrom, technischer Kohlenstoff und Kaliumhypochlorit/Bleichmittel). Der jährliche Gesamtausstoß der drei Produzenten an Jodprodukten beläuft sich auf rund 500 t.
(ID:37196890)