Regelventil Bye-Bye, Absperrklappe: Das größte PTFE-Regelventil der Welt protzt mit DN 200

Redakteur: Dominik Stephan

Ein Regelventil mit PTFE-Auskleidung und großem Durchmesser von DN 200? Schön wär's. Doch wo bisher Absperrklappen da Nase vorn haben, macht sich ein Ventilspezialist daran, in der Schwergewichtsklasse mitzuboxen. Und das mit dem größten PTFE-Regelventil der Welt.

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Das Stellventil BR01a DN 200 ist weltweit das größte PTFE-Regelventil. Zum Einsatz kommt es vor allem in der chemischen Industrie. Das Ventil regelt den Durchfluss von hochaggressiven oder ätzenden Flüssigkeiten oder Gasen, beispielsweise bei der Chlorherstellung.
Das Stellventil BR01a DN 200 ist weltweit das größte PTFE-Regelventil. Zum Einsatz kommt es vor allem in der chemischen Industrie. Das Ventil regelt den Durchfluss von hochaggressiven oder ätzenden Flüssigkeiten oder Gasen, beispielsweise bei der Chlorherstellung.
(Bild: Pfeiffer Chemie-Armaturenbau)

Das Stellventil BR01a DN 200 ist weltweit das größte PTFE-Regelventil. Zum Einsatz kommt es vor allem in der chemischen Industrie. Das Ventil regelt den Durchfluss von hochaggressiven oder ätzenden Flüssigkeiten oder Gasen, beispielsweise bei der Chlorherstellung. Entwickelt worden ist die isostatisch ausgekleidete Regelarmatur von Pfeiffer Chemie- Pfeiffer Chemie-Armaturenbau in Deutschland.

Der Metallbauer aus Kempen hat diese Nennweite auf Basis von konkreten Anfragen von den Anwendern auf den Markt gebracht. „Eine mit Polytetrafluorethylen – kurz PTFE - ausgekleidete Armatur mit einer Nennweite 200 hat für die industrielle Anwendung ein ganzes Bündel an Vorteilen“, beschreibt André Schnepper das Produkt. In der Vergangenheit mussten die Kunden bei derart großen Nennweiten auf Klappen zurückgreifen. Ein Stellventil ist weitaus besser als eine Klappe in der Lage, höhere Differenzdrucke zu regeln.

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Eignung auch bei anspruchsvollen Applikationen

Die strömungsgünstige Geometrie, die nur bei der isostatischen PTFE-Auskleidung realisierbar ist, sorgt für eine Eignung auch bei anspruchsvollen Applikationen. Das gilt beispielsweise für die Kompensation von hohen Fließgeschwindigkeiten in der vena contracta, die zu Erosion oder zu Schäden bei beginnender Kavitation führen kann. PTFE, ein Polymer aus Fluor und Kohlenstoff, ist nahezu unzertrennbar und daher unempfindlich gegen nahezu alle aggressiven Flüssigkeiten und Lösemittel. Dieser Auskleidungswerkstoff ist so universell beständig, dass es einfacher aufzuzeigen ist, wo PTFE nicht beständig ist.

André Schnepper, der bei Samson Pfeiffer am Standort Kempen das Produkt-Management für Regelventile betreut, nennt einen entscheidenden Vorzug des Ventils mit dieser Geometrie: „Der Druckrückgewinn kann im großen Entspannungsraum des Ventils erfolgen. Die bei Kavitation mit Schallgeschwindigkeit implodierenden Gasbläschen haben den Raum, um nicht in der Nähe der Wandung ihre zerstörerische Energie zu entfalten. Störungen, Verschleiß oder Beschädigungen der Auskleidung können dadurch vermieden werden.“

Schnepper verweist auch darauf, dass Pfeiffer der einzige Anbieter ist, der sowohl Regelventile mit PTFE- als auch mit PFA-Auskleidung herstellt. „Das macht uns flexibel und wir können dem Kunden für die jeweilige Applikation das beste Ventil an die Hand geben.“ Hier sei das PTFE ausgekleidete Stellventil, jetzt auch mit extrem großer Nennweite das Nonplusultra.

Ein neuer Ventil-Schwergewichtschampion?

Laut Schnepper hat Samson Pfeiffer mit diesem Wurf auf die stetig wachsenden Anforderungen in der chemischen Industrie reagiert und mit dem exklusiven Produkt einen „unique selling point“ erzielt bzw. ein Alleinstellungsmerkmal für sich beansprucht. Insbesondere Kunden, die Chloranlagen betreiben, bietet Pfeiffer mit dem Stellventil eine ebenso hochwertige wie ausgereifte Entwicklung.

Fachbuch „Technische Strömungslehre“Das Standardwerk „Technische Strömungslehre“ dient dem Leser mit 46 durchgerechneten Beispielen, zahlreichen Tabellen, Diagrammen mit Stoffeigenschaften und empirischen Beiwerten als Nachschlagewerk für Lösungen von strömungstechnischen Aufgaben in der Praxis.

André Schnepper: „Bei der Chlorherstellung müssen sich die Unternehmen schließlich darauf verlassen können, eine leistungsfähige sowie robuste Armatur gegen hochaggressive Medien zur Verfügung zu haben.“ Das Stellventil BR01a DN 200 ermöglicht größere Kapazitäten und bietet eine Lösung „ohne Kompromisse“. Da die Kundenanfragen in diesem Segment gewachsen sind und der Bedarf ganz offensichtlich gegeben ist, hat Pfeiffer nun die passende Antwort parat. Neben der Druckbeständigkeit trotzt das Pfeiffer-Hubventil mit XXL-Nennweite auch extremen Temperaturen. Der zulässige Bereich liegt zwischen minus 10 und plus 200 Grad Celsius. Es sind - mit Modifikationen - sogar Temperaturen bis -40°C möglich. ●Samson Pfeiffer

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