Wasserstoff-Leitprojekte Bundesministerium stellt 740 Millionen Euro für Wasserstoffforschung bereit

Redakteur: Alexander Stark

Im Januar hat das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Wasserstoff-Leitprojekte gegründet. Mittlerweile haben diese mit ihrer Arbeit begonnen. Die Projekte werden mit insgesamt 740 Millionen Euro gefördert.

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Die Wasserstoff-Leitprojekte befassen sich mit der Erzeugung und dem Transport von Grünem Wasserstoff, an Land und auf See.
Die Wasserstoff-Leitprojekte befassen sich mit der Erzeugung und dem Transport von Grünem Wasserstoff, an Land und auf See.
(Bild: Projektträger Jülich im Auftrag des BMBF)

Berlin – Mit einer neuen Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sollen die Hürden einer deutschen Wasserstoffwirtschaft aus dem Weg geräumt werden. Etwa 740 Millionen Euro möchte das Ministerium bereitstellen, um großskalige Elektrolyseure in die Serienfertigung zu bekommen (H2Giga), die Wasserstofferzeugung auf See zu erforschen (H₂Mare) und Transporttechnologien für Wasserstoff zu etablieren (Transhyde).

Um Deutschlands Bedarf an Grünem Wasserstoff decken zu können, braucht es große Kapazitäten an effizienten und kostengünstigen Elektrolyseuren. Aktuell werden Elektrolyseure größtenteils noch in Handarbeit hergestellt. Das Leitprojekt H₂Giga möchte daher die serielle Produktion von großskaligen Elektrolyseuren ermöglichen. Drei bestehende Elektrolyse-Technologien sollen dabei im großen Stil bereit fürs Fließband werden: die PEM-Elektrolyse (PEM = Proton Exchange Membrane), die alkalische Elektrolyse (AEL) und die Hochtemperatur-Elektrolyse (HTEL).

Ein Teil des Grünen Wasserstoffs könnte in Zukunft direkt in Offshore-Windenergieanlagen hergestellt werden. Mit der Kopplung von Windrad und Elektrolyseur möchte das Leitprojekt H2Mare Wasserstoff-Produktionskosten reduzieren und das lokale Stromnetz entlasten. Zudem soll die Herstellung der Power-to-X-Produkte Methan, Methanol, Ammoniak und eFuel offshore getestet werden.

Um den Bedarf an Grünem Wasserstoff decken zu können, soll Deutschland Grünen Wasserstoff teils selbst produzieren, größtenteils jedoch aus wind- und sonnenreichen Regionen importieren. In beiden Fällen braucht es verlässliche und effiziente Transport-Infrastrukturen. Das Leitprojekt Transhyde soll daher in vier Demonstrations-Projekten verschiedene Transporttechnologien testen und bewerten. Dabei geht es um den Transport von Wasserstoff in Hochdruckbehältern, in flüssiger Form, in Gasleitungen sowie gebunden in Ammoniak oder dem Trägermedium LOHC (liquid organic hydrogen carriers).

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