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Nachhaltiges Polypropylen

Borealis und Neste forcieren Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie bei Kunststoffen

| Redakteur: Alexander Stark

Borealis und Neste haben eine strategische Kooperation zur Herstellung von erneuerbarem Polypropylen (PP) geschlossen. Die Zusammenarbeit soll es der österreichischen Gruppe ermöglichen, ab Ende 2019 an den Standorten Kallo und Beringen in Belgien erneuerbares Propangas als regenerativen Rohstoff zu nutzen.

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Borealis plant, bis Ende 2019 erneuerbares Polypropylen mit dem nachwachsenden Propan von Neste herzustellen.
Borealis plant, bis Ende 2019 erneuerbares Polypropylen mit dem nachwachsenden Propan von Neste herzustellen.
(Bild: Borealis)

Wien/Österreich - Borealis plant, das in Rotterdam produzierte erneuerbare Propan von Neste an seinen belgischen Standorten für ein komplettes Portfolio von Anwendungen auf Basis von erneuerbarem PP zu verwenden. Damit nutzt das österreichische Unternehmen erstmals biobasierte Rohstoffe, um fossile Rohstoffe in seiner kommerziellen Produktion von PP teilweise zu ersetzen. Erstmals wird auch die erneuerbare Propandehydrierung im industriellen Maßstab eingesetzt.

Neste bietet biobasierte Alternativen zu herkömmlichen fossilen Rohstoffen für die Produktion von Polymeren und Chemikalien. Der Hersteller verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von drei Millionen Tonnen an erneuerbaren Produkten. Mit seiner firmeneigenen Next BTL-Technologie kann das Unternehmen nahezu jedes biobasierte Öl oder Fett als Rohstoff nutzen, um verschiedene hochwertige erneuerbare Produkte herzustellen- , einschließlich minderwertiger Alt- und Restöle.

Die Propandehydrierung (PDH) und die PP-Anlage von Borealis in Kallo sollen es dem Unternehmen ermöglichen, biobasiertes Propylen und damit biobasiertes PP anzubieten, bei dem der biobasierte Gehalt physikalisch verifiziert und gemessen werden kann. Darüber hinaus wird der Hersteller bei seiner Produktion in Kallo und Beringen weiterhin den Massenbilanzansatz anwenden, um sowohl erneuerbares Propylen als auch erneuerbares Polypropylen bereitzustellen. Der Prozess soll durch die ISCC Plus (International Sustainability & Carbon Certification) zertifiziert werden. Lucrèce Foufopoulos, Executive Vice President Polyolefins, Innovation & Technology and Circular Economy Solutions von Borealis, erklärte, dass die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen, die hauptsächlich aus Abfall- und Reststoffströmen gewonnen werden, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten wird, die Abhängigkeit des Unternehmens von fossilen Rohstoffen zu verringern.

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