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Alternative Kunststoffe Borealis produziert erneuerbares Polypropylen im Industriemaßstab

| Redakteur: MA Alexander Stark

An den belgischen Standorten Kallo und Beringen hat Borealis mit der Produktion von auf erneuerbaren Rohstoffen basierendem Polypropylen (PP) begonnen. Dies ist das erste Mal, dass das Unternehmen auf fossilen Brennstoffen basierende Rohstoffe in der kommerziellen PP-Produktion im Industriemaßstab durch eine Alternative ersetzt.

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Borealis hat mit der Produktion von auf erneuerbaren Rohstoffen basierendem Polypropylen (PP), in Kallo und Beringen in Belgien, begonnen.
Borealis hat mit der Produktion von auf erneuerbaren Rohstoffen basierendem Polypropylen (PP), in Kallo und Beringen in Belgien, begonnen.
(Bild: Borealis)

Wien/Österreich – Die belgischen Anlagen von Borealis wurden vor kurzem von der International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) Organisation mit dem ISCC-Plus-Zertifikat für ihr erneuerbares PP ausgezeichnet. Das Unternehmen steigert damit sein Engagement für die Kreislaufwirtschaft und fördert seine Ziele im Rahmen von Everminds. Dieser Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Produktion erfolgt in enger Kooperation mit vor- und Partnern entlang der Wertschöpfungskette, wie beispielsweise Neste und Henkel. Das Unterfangen steht zudem im Einklang mit dem Ziel des Herstellers, sicherzustellen, dass bis zum Jahr 2025 100 % seiner Verbrauchsgüter recycelbar oder wiederverwendbar sind oder auf Basis von Rohstoffen aus erneuerbaren Quellen produziert werden.

Nach der Herstellung von Bio-Propan unter Verwendung seiner proprietären NEXBTL-Technologie verkauft Neste sein Bio-Propan an Borealis’ Propan-Dehydrierungsanlage in Kallo. Dort wird es zu erneuerbarem Propylen, und in der Folge in den Anlagen in Kallo und Beringen zu erneuerbarem PP verarbeitet.

Die vor kurzem abgeschlossenen Audits durch eine unabhängige externe Organisation, führten zur ISCC-Plus-Zertifizierung des erneuerbaren PP, das sowohl in Kallo als auch in Beringen produziert wird. Diese Zertifizierung erfasst und analysiert die gesamte Wertschöpfungskette. Sie bestätigt, dass alle eingesetzten erneuerbaren Rohstoffe erneuerbar und nachhaltig produziert wurden und auch als solche zertifiziert sind, wobei unter anderem die Nachverfolgbarkeit bis zum Ursprungsort berücksichtigt wird.

Zu den nachgelagerten Partnern zählen eine Reihe von Branchen, wie der Konsumverpackungsbereich, der Automobilsektor, der Pharmabereich, sowie die Haushaltsgeräteindustrie, die ihre Endprodukte dank des erneuerbaren Propylens und Polypropylens, das in den Anlagen in Belgien produziert wird, mit einem geringeren Kohlenstofffußabdruck vermarkten können. Angesichts der steigenden Nachfrage arbeitet das Unternehmen mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette daran, die Verfügbarkeit der Rohstoffe weiter zu verbessern.

Henkel der für seine Marken in den Bereichen Wasch- und Reinigungsmittel sowie im Kosmetiksektor bekannt ist, hat die Werte der Kreislaufwirtschaft ebenfalls bereits übernommen. Indem das Unternehmen den Einsatz nachhaltiger Materialien zu einer zentralen Säule seiner Verpackungsstrategie gemacht hat, bekennt sich der Konsumgüterhersteller zur Zusammenarbeit mit seinen Partnern entlang der Wertschöpfungskette, um nachhaltige Verpackungslösungen zu forcieren. Die Nutzung von erneuerbarem PP in der Verpackung einer wichtigen Marke, die im Laufe des Jahres umgesetzt wird, stellt einen weiteren Schritt im Rahmen seiner Bestrebungen dar, die Verwendung von Kunststoffneuware, die auf fossilen Brennstoffen basiert, bis 2025 um 50 % zu senken.

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