Innovationspreis Bokela wurde mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Bokela wurde Ende November mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg, dem Dr.-Rudolf-Eberle-Preis 2010 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand in Stuttgart im Haus der Wirtschaft statt.

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Preisverleihung am 24. November 2010 im Haus der Wirtschaft, Stuttgart (v. l.: Johannes Schmalzl, Regierungspräsident; Thomas Langeloh, Geschäftsführer Bokela; Reinhard Bott, Geschäftsführer Bokela, Ernst Pfister, Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg) (Bild: Bokela)
Preisverleihung am 24. November 2010 im Haus der Wirtschaft, Stuttgart (v. l.: Johannes Schmalzl, Regierungspräsident; Thomas Langeloh, Geschäftsführer Bokela; Reinhard Bott, Geschäftsführer Bokela, Ernst Pfister, Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg) (Bild: Bokela)

Stuttgart – Mit dem renommierten Innovationspreis werden mittelständische Unternehmen ausgezeichnet, die herausragende Innovationen erfolgreich umgesetzt haben. Bokela konnte bereits 1998 diesen Innovationspreis erringen. Damals standen die Entwicklung und Markteinführung der Boozer-Hochleistungsscheibenfilter für die Rohstoffindustrie im Mittelpunkt. Heute sind es die kontinuierlichen Druckfilter vom Typ Hi-Bar Filtration, die von der Jury als hochinnovativ eingestuft wurden.

Mit dem von Bokela entwickelten Hi-Bar Oyster Filter können insbesondere feinstpartikuläre Stoffsysteme oder sehr heiße, unter Überdruck stehende Suspensionen aus Reaktoren filtrativ abgetrennt und gereinigt werden. Bei der Herstellung von PTA (pure terephthalic acid bzw. reine Terephthalsäure) können so neue Lösungswege mit sparsamem Einsatz von Energie und Waschflüssigkeiten bei verbesserter Produktreinheit realisiert werden. Gleichzeitig werden mit dem Verfahren auf Grund des drastisch vereinfachten Produktionsprozesses und des vielfach kleineren Platzbedarfs die Investitionskosten signifikant reduziert.

Diese Innovation hat die Preisjury in allen drei für die Preisvergabe relevanten Kriterien überzeugt. Wichtige Aspekte des Innovationspreises sind: technischer Fortschritt, besondere unternehmerische Leistung und der wirtschaftliche Erfolg.

Das Verfahren zur Filtration von heißen, unter Druck stehenden PTA-Suspensionen mit dem Oyster Filter wurde nach kurzer Entwicklungszeit erstmals bei einem koreanischen PTA-Produzenten in den Markt eingeführt. Der schnelle Entwicklungs- und Markterfolg ist auch das Ergebnis gelungener Teambildung. Bokela ist es gelungen mit den Firmen Coperion, Weingarten, Junker Filter, Sinsheim, und Schmidt & Heinzmann, Bruchsal, sowie dem Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik des Karlsruher Institut für Technologie KIT ein Cluster aus Entwicklungspartnern zu formen, die mit ihrer Kompetenz wesentlich zu diesem schnellen Erfolg beigetragen haben.

PTA ist als Ausgangsstoff zur Herstellung von PET ein Wachstumsmarkt. Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für PTA ist die Produktreinheit. Insbesondere für die Herstellung von PET-Getränkeflaschen können nur PTA-Polymerisate von höchster Reinheit eingesetzt werden. Verunreinigungen müssen deshalb bis auf geringste Konzentrationen im ppm-Bereich (parts per million) entfernt werden. Mit der von Bokela entwickelten Technologie lässt sich dieses Verfahren anstelle eines mehrstufigen Prozesses in nur einer einzigen Prozessstufe mit geringerem Energie- und Waschwasserverbrauch und gleichzeitig verbesserter Produktqualität durchführen.

Dieser Entwicklungserfolg bescherte Bokela nach eigenen Angaben in kürzester Folge die beiden größten Einzelaufträge der bald 25-jährigen Firmengeschichte und eine Auftragseingang in 2010, der das Unternehmen „in eine neue Liga katapultiert“.

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