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ACHEMA 2012-Trendbericht Anlagenbau Biomasseverarbeitung Biomasse stellt die Anlagenbauer vor neue technische Herausforderungen

| Autor/ Redakteur: Dechema / Marion Henig

Immer mehr chemische Zwischen- und Endprodukte werden aus Biomasse hergestellt. Dank der politischen Rahmenbedingungen ist das Wachstumspotenzial enorm. Damit eröffnen sich für alle Akteure der Branche, für den Anlagenbau wie auch für die Zulieferindustrie, neue Chancen, aber auch Herausforderungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

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Biomasse ist nicht allein Ausgangsmaterial zur Bereitstellung von Energie. Auch immer mehr chemische Zwischen- und Endprodukte werden aus Biomasse hergestellt.
Biomasse ist nicht allein Ausgangsmaterial zur Bereitstellung von Energie. Auch immer mehr chemische Zwischen- und Endprodukte werden aus Biomasse hergestellt.
(Bild: Fraunhofer Umsicht)

"Ich sehe keine Limits", antwortet Steen Riisgaard, President und CEO von Novozymes A/S, Dänemark, in einem Interview mit der EFCE auf die Frage, ob biobasierte Technologien die traditionellen, erdölbasierten Technologien ersetzen können. Die vollständig auf Bio-Technologien basierende Wirtschaft erwartet er zwar nicht kurzfristig; er zeigt sich aber sehr zuversichtlich, dass die Chemie diese Chance konsequent realisieren werde.

Keine Frage: Biomasse und die entsprechenden Märkte sind im Kommen, was sich auch bei den Investitionen zeigt. Dies ist das Ergebnis der Ende 2010 publizierten Studie 'Biomass Markets and Technologies' von Pike Research. Darin wird prognostiziert, dass die Investitionen in den Biomassemarkt weltweit während der nächsten fünf Jahre stabil wachsen werden. Demnach sollen sie von 28,2 Milliarden US-Dollar (2010) auf 33,7 Milliarden US-Dollar (2015) klettern.

Biomasse ist die älteste Energiequelle des Menschen, wird doch beispielsweise Holz schon seit Menschengedenken als Wärmequelle genutzt. Die stoffliche Nutzung ist eher jüngeren Datums: Gegenwärtig wird Biomasse laut VCI in der chemischen Industrie in Deutschland in der Größenordnung von 2,7 Millionen Tonnen pro Jahr eingesetzt, was etwa 13 % der Rohstoffbasis der chemischen Industrie entspricht. Die fossilen Ressourcen Kohle, Erdöl und Erdgas waren günstig. Diese Einschätzung hat sich gravierend geändert.

Die Wege zur Nutzung von Biomasse sind sowohl im Hinblick auf die Einsatzstoffe wie auch die Endprodukte vielfältig. Die European Biomass Industry Association (EUBIA) teilt die Methoden für die Umwandlung von Biomasse in vier Basiskategorien ein: Die direkte Verbrennung, thermochemische Umwandlungsprozesse (einschließlich Pyrolyse und Vergasung), biochemische Prozesse (einschließlich anaerober biologischer Abbau und Fermentation) und die physikochemische Verarbeitung (zu Biodiesel). Die gewählte Technologie hängt von der chemischen Zusammensetzung des Ausgangsstoffs und dem gewünschten Produkt ab.

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