Worldwide China Indien

Unser Hauptsponsor:


Big-Data

Big-Data-Analysen – auf der Suche nach dem neuen Gold

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Intelligente Datenanalysen sind vergleichbar mit der Suche nach Gold.
Intelligente Datenanalysen sind vergleichbar mit der Suche nach Gold. (Bild: © Style-Photography / stock.adobe.com; [M] Alban)

Es ist ein Spiel der ganz großen Zahlen: Big-Data-Analysen werden als eine der Säulen angesehen, um Prozesse zu optimieren, Standorte effizienter zu gestalten, neue Geschäftsfelder zu generieren oder schlicht die Nase im globalen Wettbewerb etwas weiter vorne zu haben. Dass hier immense Potenziale liegen, ist Konsens – die Herausforderung liegt jedoch an anderer Stelle.

Mehr als eine Milliarde Euro planen die Chemieunternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren in Digitalisierungsprojekte oder neue digitale Geschäftsmodelle zu investieren, so die jüngste Studie zum Thema Industrie 4.0, die Anfang Oktober vom Verband der Chemischen Industrie und Deloittle vorgestellt wurde. Nicht verwunderlich also, dass bereits auf der Namur-Hauptsitzung 2016 Bayer-Mitarbeiter Thorsten Pötter die Herausforderungen einer intelligenten Datenanalyse mit der Suche nach Gold verglich.

Die Frage, wo die Daten liegen, ist meist schnell geklärt. Schließlich existieren in der gesamten Produktionskette bereits viele Systeme, die jede Menge Daten liefern. Die Lösung liegt nicht allein in besseren Algorithmen, leistungsstärkeren Computern oder Köpfen (etwa in Form von Chemie-ITlern), sondern in vielen Detailfragen. So sind die Datenquellen in der Prozessindustrie häufig heterogen. Abgesehen von verschiedenen Dateiformaten, sind die Informationen auch noch ohne ausreichende Zeitsynchronisation und ohne eine Definition der Semantik gespeichert. Zudem sorgen die schiere Datenmenge sowie Echtzeitanforderungen für große Herausforderungen.

Eine der Kernfragen lautet: Wie setzt man die Daten in den korrekten Zusammenhang? Selbst wenn die Daten vorliegen, sind die Ziele, also was genau denn optimiert werden soll, alles andere als eindeutig. Ein Standortleiter hat vielleicht seinen gesteigerten Produkterlös im Fokus, auf Konzernebene steht darüber hinaus aber möglicherweise die standortübergreifende Minimierung des Energieausstoßes im Vordergrund.

Unbeeindruckt von solchen Herausforderungen ist derzeit eine wahre Digitalisierungsoffensive im Gang. So verkündete beispielsweise der Spezialchemiekonzern Evonik im Sommer, für Digitalisierungsprojekte rund 100 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Evonik macht ernst – 100 Millionen Euro für die Digitalisierung

Kooperation mit IBM und Uni Duisburg-Essen

Evonik macht ernst – 100 Millionen Euro für die Digitalisierung

06.07.17 - Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik rüstet sich für die Zukunft. Das Unternehmen stellt 100 Millionen Euro bereit und schließt außerdem strategische Partnerschaften mit IBM und der Universität Duisburg-Essen. Ziel dabei sei es, den digitalen Wandel in der chemischen Industrie voranzutreiben. lesen

Auch bei BASF setzt man auf den verstärkten Einsatz digitaler Technologien. Zentrales Element ist dort ein neuer Supercomputer, der mit 1,75 Petaflops (das sind 1015 Rechenoperationen pro Sekunde) eine etwa zehnmal höhere Rechenleistung als bisher liefert.

BASF startet Supercomputer „Quriosity“

Digitalisierung der Forschung

BASF startet Supercomputer „Quriosity“

24.10.17 - Die Forscher der BASF haben ein mächtiges Werkzeug bekommen: Der Supercomputer „Quriosity“ habe seinen Betrieb aufgenommen und laufe mit voller Kapazität, so das Unternehmen. Die ersten Rechnungen seien bereits gestartet. lesen

Die Rechnung der BASF: Beim digitalen Ansatz gehen virtuelle Modellierungen und Simulationen am Computer sowie reale Experimente am Labortisch Hand in Hand und ergänzen sich gegenseitig. Das gewonnene, bessere Verständnis von chemischen Produkten und Prozessen ermöglicht so mehr Innovationen in kürzerer Zeit.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44871220 / Prozessindustrie 4.0)