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Automation 2012 Bericht vom VDI-Kongress Automation 2012

Autor / Redakteur: Dr. Hasso Drathen / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

„Komplexität beherrschen – Zukunft gestalten“ – unter diesem Motto stand der diesjährige Automationskongress, der wie im letzten Jahr durch die gleichzeitigen VDI-Fachtagungen „Industrielle Robotik“ und „Wireless Automation“ ergänzt wurde. 450 Fachleute fanden trotz des Fußballspiels Niederlande – Deutschland wieder den Weg nach Baden-Baden.

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450 Fachleute fanden den Weg zum VDI-Kongress Automation 2012 in Baden-Baden.
450 Fachleute fanden den Weg zum VDI-Kongress Automation 2012 in Baden-Baden.
(Bild: PROCESS)

Baden-Baden - Deutsche Ingenieurinnen und Ingenieure der Automation nehmen eine immer größere Komplexität innerhalb ihrer beruflichen Praxis wahr. Gleichzeitig sehen sie sich sehr wohl in der Lage, die mit neuen Technologien einhergehende Komplexität erfolgreich zu bewältigen. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die der VDI Verein Deutscher Ingenieure anlässlich des Kongresses „AUTOMATION 2012“ in Baden-Baden vorgestellt hat.

Komplexität nimmt spürbar zu

Komplexität bestimmt immer stärker die Arbeitswelt der Ingenieure: Mehr als die Hälfte der über 600 befragten Ingenieure gab an, Komplexität täglich und hauptsächlich im beruflichen Umfeld wahrzunehmen. 84,1 Prozent der Teilnehmer nehmen Komplexität zudem als kontinuierlich steigend wahr. Die wesentlichen Aspekte dabei sind die gegenseitige Abhängigkeit von zu lösenden Fragestellungen sowie die Beurteilung der zugehörigen Auswirkungen. Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg basiert auf innovativen Produkten und wettbewerbsfähiger Produktion – die Ideen und das Wissen dafür liefern Ingenieurinnen und Ingenieure. Deshalb ist es wichtig, dass gerade sie mit der steigenden Komplexität zurechtkommen.

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Mit dem anspruchsvollen Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ wartet eine weitere große Herausforderung auf deutsche Automatisierer. „Aus unserer Sicht wird die industrielle Welt mit der Umsetzung von „Industrie 4.0“ zunächst nicht einfacher – im Gegenteil: Die zunehmende Vernetzung von Geräten und Systemen sowie die Verfügbarkeit jeglicher Informationen werden industrielle Anlagen noch komplexer machen“, so Dr. Kurt D. Bettenhausen. „‘Weniger ist mehr‘ lautet hier die Forderung und es gilt, das Richtige richtig zu tun! Nicht das zusätzliche Funktionsmerkmal um jeden Preis ist das Ziel, sondern die anwenderfreundliche Bedienung mit zuverlässiger Funktion muss das Designziel für „Automation Made in Germany“ sein. Es muss uns mit „Industrie 4.0“ gelingen, Automation aus Deutschland erfolgreich im Wettbewerb zu behaupten.“

Deutschland ist Vorreiter

Deutschland hat bei der vierten industriellen Revolution ausgezeichnete Voraussetzungen: Schon seit vielen Jahren nutzen deutsche Ingenieure die Trends der Informations- und Kommunikationstechnik für die industrielle Automation und haben sie zielgerichtet weiterentwickelt. “Das müssen wir konsequent operativ und strategisch fortführen“, so Dr. Kurt Bettenhausen.

Und so war es nur logisch, dass Kommunikationsthemen, Engineeringthemen und Sicherheit die Schwerpunkte des Kongresses bildeten. Der hohe Anteil an praxisbezogenen Beiträgen und die große Vielfalt an Themen haben den Kongress wieder zu einem Highlight der Automatisierer gemacht.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.

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