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3,5-Milliarden-Euro-Transaktion

Bayer und Lanxess verkaufen Chemieparkbetreiber Currenta

| Redakteur: Alexander Stark

Die Verträge sind unterzeichnet: Lanxess und Bayer steigen aus ihrer Beteiligung am Chemieparkbetreiber Currenta aus. Die Chemieunternehmen verkaufen ihre Anteile an von Macquarie Infrastructure and Real Assets (Mira) geführte Fonds. Mira ist der weltweit größte Infrastruktur-Investor.

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Bayer und Lanxess verkaufen ihre Anteile am Chemiepark-Betreiber Currenta. (Chempark Leverkusen)
Bayer und Lanxess verkaufen ihre Anteile am Chemiepark-Betreiber Currenta. (Chempark Leverkusen)
(Bild: Currenta)

Leverkusen/Köln – Am 6. August 2019 haben Bayer und Lanxess eine Vereinbarungen mit Mira zum Verkauf von Currenta unterzeichnet. Currenta managt und betreibt Infrastruktur, Energieversorgung und weitere wesentliche Dienstleistungen in den Chemieparks in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen und ist derzeit ein Gemeinschaftsunternehmen von Bayer (60 %) und Lanxess (40 %). Der Chemieparkbetreiber wird, einschließlich eines von Bayer übertragenen Immobilienportfolios, vor Abzug der Nettoverschuldung und der Pensionsverpflichtungen mit einem Gesamtunternehmenswert von 3,5 Milliarden Euro bewertet.

Bei der Unterzeichnung erklärte Dr. Hartmut Klusik, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor bei Bayer, dass der neue Eigentümer langfristig orientiert sei und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein verlässlicher Arbeitgeber sein werde. Der Chemiekonzern habe sich mit Mira auf langfristige Dienstleistungs- und Versorgungsverträge geeinigt. Der 60-%tige Anteil von Bayer hat einen Eigenkapitalwert von rund 1,17 Milliarden Euro (nach Abzug von Nettofinanzverschuldung und Pensionsverpflichtungen). Zusätzlich veräußert der Konzern ein umfangreiches Paket von Liegenschaften und Infrastruktur für 180 Millionen Euro an die Currenta-Gruppe.

Im November 2018 hatte Bayer bereits angekündigt, sich von seinen Anteilen trennen zu wollen. Hintergrund waren dem Unternehmen zufolge im Wesentlichen die veränderte Position von Bayer als Kunde im Chempark nach der Ausgründung der Covestro sowie die Fokussierung auf Kernaktivitäten. Bayer erwartet den Abschluss seines Teils der Transaktion im 4. Quartal 2019.

Lanxess als einer der Hauptkunden des Chemieparkbetreibers will den neuen Eigentümer in der Übergangsphase operativ unterstützen und daher seine Beteiligung an Currenta noch einige Monate länger halten. Das Unternehmen erwartet, dass seine Transaktion bis Ende April 2020 abgeschlossen sein wird. Der vom Spezialchemiekonzern gehaltene 40-%-Anteil wird mit einem Eigenkapitalwert (nach Abzug von Netto-Schulden und Pensionen) von ca. 780 Millionen Euro vor Steuern bewertet. Zusätzlich erhält das Unternehmen eine Gewinnbeteiligung bis zum Abschluss des Verkaufs. Zudem hat sich Lanxess mit Mira auf zunächst 10-jährige Dienstleistungs- und Versorgungsverträge für die drei Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen verständigt. Dort betreibt der Konzern einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Produktionsanlagen.

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