Verpackungstechnologie Bayer nimmt neue Pouch-Verpackungsanlage für sensible Produkte in Betrieb

Redakteur: Alexander Stark

Nach einer Planungs- und Montagezeit von 27 Monaten hat Bayer Weimar eine neue Anlage mit automatisierter Verpackungstechnologie in Betrieb genommen. Damit werden sensible Produkte zusätzlich in Schlauchbeute eingeschweißt.

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Geschäftsführer Dr. Thomas Schubert, Geschäftsführerin der IHK Erfurt, Dr. Claudia Haase Lerch und Oberbürgermeister Peter Kleine schneiden rotes Band zur Inbetriebnahme der Bayer Weimar Pouch-Verpackungsanlage durch.
Geschäftsführer Dr. Thomas Schubert, Geschäftsführerin der IHK Erfurt, Dr. Claudia Haase Lerch und Oberbürgermeister Peter Kleine schneiden rotes Band zur Inbetriebnahme der Bayer Weimar Pouch-Verpackungsanlage durch.
(Bild: Bayer)

Weimar – Der Pharmakonzern Bayer hat am Standort Weimar rund fünf Millionen Euro in eine neue Verpackungsanlage investiert. Die neue kombinierte Verpackungsanlage weist im Vergleich zu den acht bereits bestehenden Verpackungsanlagen eine Besonderheit auf: Die so genannte Pouch-Verpackungsanlage ermöglicht, dass die Blister zusätzlich in Schlauchbeutel (Pouches) eingeschweißt werden. Dadurch wird die Qualität der sensiblen Produkte auch in Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperatur garantiert (z.B. Ägypten oder Saudi-Arabien).

Dr. Thomas Schubert, Geschäftsführer von Bayer Weimar, nahm gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Peter Kleine, und der Geschäftsführerin der IHK Erfurt, Dr. Claudia Haase-Lerch, die Anlage in Betrieb. Für den Termin wurde ein spezielles Hygienekonzept entworfen, das den Gästen den Zugang direkt an die Maschine erlaubte.

Mit der neuen Technologie soll das Supply Center Bayer Weimar zukünftig unternehmensweit alle Pouchprodukte der hormonhaltigen festen Arzneiformen von Bayer Pharmaceuticals herstellen. Aktuell werden die Produkttransfers von anderen Standorten nach Weimar vorbereitet, um das volle Optimierungspotenzial der Anlage auszunutzen. Zur Bedienung und Planung der Anlage werden fünf neue Arbeitsplätze bei Bayer Weimar geschaffen. Der neuen Produktionslinie sollen weitere wichtige Investitionen folgen, kündigte Schubert an. „In den nächsten Jahren wird der Bayer Konzern im mittleren zweistelligen Millionenbereich weiter in den Standort Weimar investieren. Das setzt in vielerlei Hinsicht ein bedeutendes Zeichen, insbesondere für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Die neue Anlage – intern „Y-Linie“ genannt – konnte durch ein innovatives technisches Konzept an eine bereits bestehende Blistermaschine parallel angeschlossen werden, so dass eine Grundmaschine die zwei verschiedenen Verpackungskonzepte Wallets und Pouches in Faltschachteln verpacken kann. Die Faltschachteln erhalten eine spezielle Codierung nach neuester Technik, die sowohl einen fälschungssicheren Transport als auch die Nachverfolgbarkeit von der Fabrik bis zum Endkunden garantiert.

Auf einer Strecke von 36 Metern werden die Tabletten in sechs Arbeitsschritten bis zum versandfertigen Karton auf einer Palette verpackt. So wird eine Fertigungskapazität von ca. 200 Pouches pro Minute erreicht.

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