Fünfter Palm-Fortschrittsbericht BASF will Beschaffung von zertifiziertem Palmöl auf weitere Zwischenprodukte ausweiten

Redakteur: Alexander Stark

Der Chemiekonzern BASF hat kürzlich die fünfte Ausgabe seines Palm-Fortschrittsberichts mit Zahlen für das Jahr 2020 veröffentlicht. Einer der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe der BASF ist Palmkernöl und seine Primärderivate, die vor allem zur Herstellung von Inhaltsstoffen für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie sowie in der menschlichen Ernährung verwendet werden.

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Seit 2020 bezieht BASF alle Palm(kern)öle ausschließlich aus RSPO-zertifizierten nachhaltigen Quellen.
Seit 2020 bezieht BASF alle Palm(kern)öle ausschließlich aus RSPO-zertifizierten nachhaltigen Quellen.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Im vergangenen Jahr hat BASF ein selbst gestecktes Zwischenziel auf dem Weg zu nachhaltigem Palmöl erreicht. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, bis 2020 Palm(kern)öle ausschließlich aus RSPO-zertifizierten, nachhaltigen Quellen zu beziehen. Im Jahr 2020 hat der Konzern 227.213 Tonnen RSPO-zertifiziertes nachhaltiges Palm(kern)öl eingekauft. Dies entspricht 100 % der gesamten eingekauften Menge. Darüber hinaus hat BASF weitere Fortschritte beim Aufbau transparenter Lieferketten gemacht: Fast 95 % des globalen Palmöl-Fußabdrucks — insgesamt 441.107 Tonnen — konnten bis zur Ölmühle zurückverfolgt werden.

Das Unternehmen will sich nun auf den anderen Teil seiner freiwilligen Selbstverpflichtung aus dem Jahr 2015 konzentrieren: Bis 2025 soll die Verpflichtung zur zertifizierten Beschaffung auf die wesentlichen auf Palmöl und Palmkernöl basierenden Zwischenprodukte, wie zum Beispiel Fettalkohole und Fettsäuren, ausgeweitet werden.

Die Geschäftseinheit BASF Home Care, I&I and Industrial Formulators Europe weitet ihr Portfolio an palmbasierten Tensiden mit RSPO-Zertifizierung deutlich aus. Sie bietet nun rund 150 nach dem RSPO „Mass Balance“ Standard zertifizierte Tenside an. Das Unternehmen betonte sein Engagement für nachhaltiges Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zusätzlich will der Konzern seine europäischen Kunden dabei unterstützen, den Wünschen des Endverbrauchers nach umweltfreundlichen Produkten sowohl in der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie als auch bei den Nutzern industrieller Anwendungen gerecht zu werden.

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