Rohstoffe für Elektroautos BASF und Eramet untersuchen Machbarkeit von Nickel-Kobalt-Raffineriekomplex in Indonesien

Redakteur: Alexander Stark

Im Rahmen einer kürzlich unterzeichneten Vereinbarung, wollen BASF und Eramet die Entwicklung eines hochmodernen hydrometallurgischen Nickel-Kobalt-Raffineriekomplexes bewerten. Eine HPAL-Anlage soll im indonesischen Weda Bay angesiedelt werden, während der Standort der Raffinerie für Basismetalle in der Machbarkeitsstudie festgelegt werden soll.

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BASF und Eramet haben eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines Nickel-Kobalt-Raffineriekomplexes vereinbart.
BASF und Eramet haben eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines Nickel-Kobalt-Raffineriekomplexes vereinbart.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen; Paris/Frankreich – Um Rohstoffe für die steigende Nachfrage nach Batterien für Elektrofahrzeuge bereitstellen zu können, wollen BASF und Eramet einen Kobalt-Raffineriekomplex in Indonesien errichten. Die Pläne umfassen eine Anlage für Hochdruck-Säurelaugung (high-pressure acid leaching, HPAL) und eine Raffinerie für Basismetalle.

Die HPAL-Anlage soll aus lokal gefördertem Erz aus der Lagerstätte Weda Bay ein Nickel- und Kobalt-Zwischenprodukt herstellen. Seit dem Erwerb von Weda Bay im Jahr 2007 führte Eramet umfangreiche geologische Arbeiten durch und bestätigte das Potenzial der Lagerstätte. Der Abbaubetrieb begann Ende 2019. Die Raffinerie für Basismetalle wird Nickel und Kobalt liefern für die Herstellung von Vorprodukten für Kathodenmaterialien und anschließend Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen.

Ein sicherer Zugang zu Rohstoffen, insbesondere zu Nickel, ist entscheidend zur Unterstützung des starken Wachstums in der globalen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge. Der Anteil an Kathodenmaterialien mit hohem Nickelgehalt steigt, um die Nachfrage nach Batterien mit höherer Energiedichte zu bedienen und die Gesamtkosten für Batterien zu senken. Die geplante Entwicklung wird BASF Zugang zu einer zusätzlichen sicheren Quelle von 42.000 Tonnen Nickel und 5000 Tonnen Kobalt aus Minen bieten, die nach international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards betrieben werden.

Das Projekt zielt auf eine Inbetriebnahme der HPAL-Anlage und der Raffinerie für Basismetalle Mitte der 2020er Jahre ab. In der ersten Phase soll eine Machbarkeitsstudie mit begrenzter Finanzierung durchgeführt werden.

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