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Rückläufige Zahlen BASF mit Milliardenabschreibungen im dritten Quartal

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die Corona-Pandemie hat den Chemiekonzern BASF hart getroffen. Für das dritte Quartal 2020 verbuchte das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 5 %. Für 2020 rechnet das Unternehmen mit Umsatzeinbußen von rund zwei Milliarden Euro.

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Für 2020 rechnet BASF mit einem Umsatzrückgang von rund zwei Milliarden Euro.
Für 2020 rechnet BASF mit einem Umsatzrückgang von rund zwei Milliarden Euro.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Der Chemiekonzern BASF hat vorläufige Zahlen für das dritte Quartal 2020 vorgelegt. Der Umsatz sank demnach im dritten Quartal 2020 um 5 % auf 13.812 Millionen Euro (Drittes Quartal 2019: 14.556 Millionen Euro). Ausschlaggebend hierfür waren negative Währungseffekte, teilte das Unternehmen mit. Das operative Geschäft der Gruppe sei im dritten Quartal 2020 aber besser gelaufen als erwartet. Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit voraussichtlich 581 Millionen Euro über dem Analystenkonsens, jedoch unter dem Wert des Vorjahresquartals (Drittes Quartal 2019: 1056 Millionen Euro). Gegenüber dem zweiten Quartal 2020 erhöhte sich das Ebit vor Sondereinflüssen im dritten Quartal 2020 um 355 Millionen Euro (Zweites Quartal 2020: 226 Millionen Euro).

Der Rückgang des Ebit vor Sondereinflüssen der Gruppe gegenüber dem dritten Quartal 2019 resultierte insbesondere aus den weiterhin schwachen Ergebnisbeiträgen der Upstream-Segmente Chemicals und Materials infolge eines anhaltend hohen Margendrucks. Die Segmente Nutrition & Care, Agricultural Solutions und Industrial Solutions sowie Sonstige verzeichneten ebenfalls Ergebnisrückgänge gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Ebit vor Sondereinflüssen des Segments Surface Technologies lag annähernd auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Das Ebit der BASF-Gruppe lag im dritten Quartal 2020 mit voraussichtlich -2637 Millionen Euro infolge nichtzahlungswirksamer Wertberichtigungen und Restrukturierungsrückstellungen unter dem Analystenkonsens und unter dem Wert des Vorjahresquartals (Drittes Quartal 2019: 1336 Millionen Euro). Aufgrund der deutlich schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung infolge der Coronapandemie hat die Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens einen Wertminderungsbedarf in Höhe von 2,8 Milliarden Euro ergeben. Die Wertberichtigungen resultieren insbesondere aus dem Nachfragerückgang aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der sich vor allem im Segment Surface Technologies auswirkt, sowie einem anhaltenden Angebotsüberhang bei Basischemikalien, der zu Margendruck in den Segmenten Chemicals und Materials führt. Daneben erfolgten Wertberichtigungen im Segment Agricultural Solutions im Zuge von Maßnahmen zur Straffung des Produktionsnetzwerks.

Für das vierte Quartal 2020 rechnet BASF mit einer weiteren Verbesserung des Ebit vor Sondereinflüssen der Gruppe gegenüber dem dritten Quartal 2020.

Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die Gruppe vor allem aufgrund des Nachfragerückgangs infolge der Coronapandemie einen Umsatz in Höhe von 57 Milliarden Euro bis 58 Milliarden Euro (2019: 59.316 Millionen Euro). Für das Ebit vor Sondereinflüssen rechnet die Konzerngruppe 2020 mit einem Wert zwischen 3,0 Milliarden Euro und 3,3 Milliarden Euro (2019: 4643 Millionen Euro). Neben dem Nachfragerückgang erwartet das Unternehmen einen anhaltenden Margendruck, insbesondere bei Basischemikalien, der durch Einsparungen von Fixkosten teilweise kompensiert werden soll.

BASF unterstellt in ihrer Prognose, dass es nicht zu erneuten starken Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität zur Eindämmung der Coronapandemie, beispielsweise durch Lockdowns, kommt. Einen Ausblick für das Gesamtjahr 2021 will das Unternehmen im Rahmen der Veröffentlichung des Berichts 2020 am 26. Februar 2021 geben.

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