Suchen

Anlagen werden stillgelegt

BASF fährt Caprolactam-Produktion zurück

| Redakteur: Alexander Stark

BASF hat angekündigt, seine Caprolactam-Produktion in Europa im Laufe der kommenden 18 Monate um 100.000 auf 400.000 metrischen Tonnen zurückfahren zu wollen. In Ludwigshafen werden demnach Teile der Caprolactam-Produktion sowie Anlagen für die Herstellung der Vorläuferprodukte Anolon und Oleum stillgelegt.

Firmen zum Thema

BASF betreibt Anlagen zur Polyamidproduktion in Ludwigshafen, Antwerpen sowie in Freeport/USA und im chinesischen Shanghai.
BASF betreibt Anlagen zur Polyamidproduktion in Ludwigshafen, Antwerpen sowie in Freeport/USA und im chinesischen Shanghai.
(Quelle: BASF SE)

Ludwigshafen/Deutschland — Caprolactam ist das Ausgangsprodukt des Kunststoffs Polyamid 6. Die von BASF abgebildete Wertschöpfungskette für Polyamid deckt Vorläufermaterialien wie Ammoniak ebenso ab, wie technische Kunststoffe für die Automobil- und Elektroindustrie.

Das Unternehmen beabsichtigt mit dieser Maßnahme, seine Wertschöpfungskette für Polyamid 6 besser gegen die Auswirkungen eines schwierigen Marktumfeldes wappnen zu können. „Die Umstrukturierung der Produktion wird unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern“, sagt Joachim Queisser, Leiter der europäischen Business Unit für Polyamid und dessen Grundstoffe. „Gleichzeitig sind wir flexibler bei der Steuerung unserer Kapazitäten. Dadurch können wir noch besser auf veränderte Marktbedingungen reagieren“. Von der Maßnahme sind etwa 80 Mitarbeiter in Ludwigshafen betroffen — sie sollen aber auf andere Stellen im gleichen Standort verteilt werden.

2013 hat das Chemieunternehmen seinen Ausstoß an Adipinsäure, einem Vorläufer des Kunststoffs Polyamid 6.6 um mehr als 20 % auf 210.000 metrische Tonnen im Jahr reduziert und damit auf das Marktumfeld reagiert.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44275344)