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World-Scale-Anlagen

BASF baut Acrylsäure-Produktionskomplex in Brasilien

| Redakteur: Jörg Kempf

Die BASF wird in der brasilianischen Stadt Camaçari im Bundesstaat Bahia den ersten Produktionskomplex für Acrylsäure und Superabsorber (SAP) in Südamerika bauen.

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Im bereits bestehenden Chemiepark Guaratinguetá (São Paulo) wird die BASF die erste Produktionsanlage für die Herstellung von 2-Ethylhexyl-Acrylat in Betrieb nehmen – ein wichtiges Vorprodukt für die Klebstoff- und Lackindustrie. (Bild: BASF)
Im bereits bestehenden Chemiepark Guaratinguetá (São Paulo) wird die BASF die erste Produktionsanlage für die Herstellung von 2-Ethylhexyl-Acrylat in Betrieb nehmen – ein wichtiges Vorprodukt für die Klebstoff- und Lackindustrie. (Bild: BASF)

Ludwigshafen, Camaçari/Brasilien – Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro ist der Bau mehrerer World-Scale-Anlagen für die Produktion von Acrylsäure, Butylacrylat und Superabsorber die größte Einzelinvestition in der 100jährigen Geschichte der Geschäftstätigkeit der BASF in Südamerika. Der Chemieriese will damit die Lieferfähigkeit für wichtige Produkte in Südamerika sicherstellen. Dazu gehören Superabsorber für Windeln und Hygieneprodukte, Acrylharze für Lacke, Textilien und Klebstoffe sowie Produkte für die Bauindustrie.

Der Baubeginn für den Acrylsäure-Produktionskomplex ist für 2011 vorgesehen. Rund 1000 Menschen werden während der Bauphase beschäftigt sein. Der Start der Produktion ist für das Jahr 2014 geplant. Nach Inbetriebnahme werden 230 Arbeitsplätze direkt, weitere 600 Arbeitsplätze indirekt entstehen.

Zusätzlich wird die BASF im bereits bestehenden Chemiepark Guaratinguetá (São Paulo) die erste Produktionsanlage für die Herstellung von 2-Ethylhexyl Acrylat in Betrieb nehmen – ein wichtiges Vorprodukt für die Klebstoff- und Lackindustrie. Die Produktion von 2-Ethylhexyl Acrylat in Guaratinguetá soll ab 2015 auf Grundlage der in Camaçari produzierten Acrylsäure anlaufen.

„BASF ist im Bereich der Acrylsäure-Wertschöpfungskette weltweit führend. Aufgrund des starken Wachstums ist jetzt der richtige Zeitpunkt für diese wichtige Investition. Sie unterstreicht unser Vertrauen in die Entwicklung des Marktes in Südamerika und wird unsere Position weiter stärken“, sagte Dr. Stefan Marcinowski, Mitglied des Vorstands der BASF.

„Diese Investition in Brasilien unterstreicht die Bedeutung der Region Südamerika für BASF. Wir stellen damit die Versorgung für unsere Kunden in Südamerika sicher und leisten einen Beitrag zur weiteren Entwicklung des Landes“, ergänzte Dr. Alfred Hackenberger, Leiter des Regionalbereichs Südamerika der BASF.

Die Entscheidung für den Standort Camaçari fiel aufgrund der Verfügbarkeit des Rohstoffs Propylen und weiterer Betriebsstoffe, die von dem brasilianischen Petrochemieunternehmen Braskem als strategischem Partner bei dieser Investition vor Ort bereit gestellt werden.

„Das Abkommen mit BASF wird Vorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Acrylsäure bringen. Und das nicht nur wegen der geplanten Produktionskapazitäten und der Höhe der Investition, sondern auch weil eine branchenweit führende Technologie zum Einsatz kommt. Darüber hinaus wird der Anlagen-Komplex weitere wichtige Investitionen in Camaçari nach sich ziehen und die Region Bahia für weitere Unternehmen attraktiv machen“, sagte Carlos Fadigas, Chief Executive Officer der Braskem.

„Wir erwarten, dass die Investition einen sehr positiven Einfluss auf die Außenhandelsbilanz haben wird“, sagte Dr. Alfred Hackenberger, Leiter des Regionalbereiches Südamerika der BASF. „Ich rechne mit einem Effekt in Höhe von insgesamt 300 Millionen Dollar pro Jahr, der sich aus einer Verringerung der Importe um 200 Millionen Dollar und einer Steigerung der Exporte um 100 Millionen Dollar ergeben wird.“

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