Automatisierung B&R erwartet zweistelliges Wachstum und etabliert PLS Aprol weiter

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Automatisierungsexperten von B&R sind weiter auf Erfolgskurs: Für das laufende Jahr erwartet der Automatisierungsspezialist ein zweistelliges Umsatzwachstum. Zudem etabliert das österreichische Unternehmen sein Prozessleitsystem (PLS) Aprol weiter.

Firmen zum Thema

„Aprol unterstützt eine schrittweise Migration optimal. Wir haben unsere Produktionsanlage sukzessive auf das B&R-Prozessleitsystem umgestellt, während parallel die alten Systeme weiterliefen“, berichtet Günther Schätzle, Leiter Betriebstechnik bei CHT.
„Aprol unterstützt eine schrittweise Migration optimal. Wir haben unsere Produktionsanlage sukzessive auf das B&R-Prozessleitsystem umgestellt, während parallel die alten Systeme weiterliefen“, berichtet Günther Schätzle, Leiter Betriebstechnik bei CHT.
(Bild: Ernhofer / PROCESS)

Salzburg/Österreich; Würzburg – General Manager Peter Gucher stand auf der Pressekonferenz in Salzburg Rede und Antwort. Ausgehend vom bisherigen Jahresverlauf rechne er mit einem Wachstum von 11 bis 14 %, sagte Gucher. Aufgrund allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheiten, unter anderem in China, sei der Umsatz für das laufende Kalenderjahr nicht so exakt vorherzusagen, wie in den vergangenen Jahren, verkündete der Manager.

Ein wichtiges Geschäftsfeld von B&R ist das Prozessleitsystem Aprol. Es ist sowohl in der Fertigungs- wie auch in der Prozessindustrie im Einsatz. „Die Zeiten, in denen wir jede Maschine oder Anlage einer Fabrik getrennt voneinander betrachten konnten, sind vorbei“, erklärt Martin Reichinger, Business Manager Process Automation bei B&R. „Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Verpackungsmaschine am Ende der Linie muss mit der Abfüllanlage koordiniert werden, um einen hohen Durchsatz und hohe Qualität zu garantieren.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 16 Bildern

Die Produktionsprozesse sind so komplex geworden, dass eine manuelle Einstellung und Überwachung wichtiger Produktionsparameter nicht mehr möglich ist. Big Data ist zu einer Herausforderung geworden. Es bedarf sogenannter Manufacturing-Intelligence-Lösungen um die Flut von Maschinen-, Prozess- und Betriebsdaten zu nutzbaren Informationen aufzubereiten.

Für jeden Herstellungsprozess nutzbar

Zudem fordert der Markt flexible Lösungen. „Änderungen am Produkt müssen heutzutage im laufenden Betrieb ohne lange Rüstzeiten möglich sein“, erklärt Reichinger. „Nur so kann ein Hersteller am Markt bestehen.“ Individuell bedruckte Flaschen oder Verpackungen sind derzeit noch Marketingaktionen, werden in wenigen Jahren jedoch an der Tagesordnung sein. Auch die Betreiber kleiner und mittlerer Anlagen müssen sich daher Gedanken machen, wie sie die geforderte Flexibilität in Zukunft erreichen wollen. Diese Herausforderung ist nur zu meistern, wenn ein durchgängiges System eingesetzt wird, um die Produktion zu steuern, zu überwachen und zu koordinieren.

(ID:43673717)