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Schüttguthandling im Containersystem
Das Containersystem von Azo teilt sich in eine Bereitstellungsebene und eine darunter liegende Dosier- und Sammelebene sowie eine Wiegeebene. Im Bereich der Produktbereitstellung kann man vier Kategorien unterscheiden: Die Aufgabe vorgewogener Kleinmengen oder kompletter Säcke über Einfülltrichter, die Aufgabe von Big Bags über Big-Bag-Entleerstationen sowie der Einsatz von Dositainern für Wechselkomponenten, die aufgesetzt werden, wenn die Komponenten in der Rezeptur benötigt werden. Klein- und Kleinstmengen können an dem bedienergeführten, manuellen Wiegeplatz Man Dos im Grammbereich gewogen, registriert und dokumentiert werden. Diese werden dann in einem Einfülltrichter vorgelegt.
In der Bereitstellungsebene können die Mittel- und Kleinkomponenten sehr flexibel aus verschiedenen Verpackungsformen aufgegeben werden. Für Säcke, Kartons und Fässer stehen Einfülltrichter mit angebautem Filter zur Verfügung. Eine integrierte Absaugung hält die Staubbelastung während des Einfüllens der Rohstoffe gering. Big Bags werden mithilfe von Hebezeugen in Big-Bag-Entleerstationen gehoben und dort manuell mit dem bewährten Big-Bag-Anschlusssystem an die Pufferbehälter angedockt. Diese Pufferbehälter sind so dimensioniert, dass die Big Bags problemlos gewechselt werden können, ohne die Produktion zu unterbrechen. Alle Vorratsbehälter sind mit Vibrationsböden und Dosierschnecken ausgestattet. Durch die gleichmäßige Schneckenfüllung und die Grob-/Feinumschaltung können die Komponenten sehr exakt dosiert werden. Die Wechselkomponenten werden in Containern mit integrierter Dosierschnecke, den so genannten Dositainern, bereitgestellt. Ein Hubfahrzeug setzt diese am Azo-Componenter auf die Aufgabestationen auf, in denen die Antriebe integriert sind. Sie bleiben so lange auf ihrem Platz, wie die Komponente an der Rezeptur beteiligt ist und werden danach wieder ins Rohstofflager zurückgebracht. Durch die integrierte Dosierschnecke, ist dieser Wechsel nahezu restmengenfrei. Die patentierte Andockmanschette stellt eine staubdichte Verbindung beim Andocken dar.
Unter der Bereitstellungsebene fährt ein Batchtainer auf einer fahrbaren Bodenwaage rezepturgesteuert die einzelnen Dosierstellen an. Die Andockung der Dosierschnecken an den Batchtainer erfolgt über Andockvorrichtungen, die mit Rieselschutzschiebern ausgestattet sind. Eine Absaugung verhindert das Austreten von Staub bei der Befüllung des Batchtainer. Die leeren Batchtainer werden über Rollenbahnen in das System eingeschleust. An den Einfülltrichterstationen, an denen vorgewogene Mengen bereitgestellt werden, stehen sie auf Rollenbahnen. Unter den Big-Bag-Entleerstationen und Dositainer Aufgabestationen werden sie an dynamische Waagen übergeben, die die eindosierten Komponenten exakt wiegen.
Nachdem alle Komponenten – je nach Rezept fünf bis zehn verschiedene Rohstoffe – im Batchtainer exakt gewogen enthalten sind, wird dieser ausgeschleust, mit Transportfahrzeugen zum Dissolver gebracht und in diesen entleert. Solange sich die Rezeptur nicht ändert, kann derselbe Batchtainer wieder verwendet werden. Grundsätzlich wird bei diesem System von hell nach dunkel produziert. Wenn es zu einer gravierenden Umstellung kommt, werden die Batchtainer bzw. Dositainer einer vollautomatischen Trockenreinigungsstation zugeführt. Hier wird ein Blaskopf in die Container eingeführt und reinigt diese ab. Die Stäube werden abgesaugt, sodass die sauberen Container für neue Produktionen verwendet werden können.
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