Anlagenbau

Aus Stillstand mach Fortschritt: So verliert der Anlagenturnaround seinen Schrecken

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Dass dabei der Dienstleister zum Partner wird, der eine Anlage über ihren gesamten Lebenszyklus betreut, ist die logische Konsequenz. Dem schließt sich auch Pilotto an: „Speziell im Turnaround-Geschäft erwarten wir, dass sich das lokale Stillstandsmanagement zunehmend zu einer anlagenübergreifenden Organisation entwickelt. Gefragt sind Generalkontraktoren, die den Zyklus von der Planung bis zum formalen Abschluss des Projekts steuern.“

Schreckgespenst Turnaround?

Gut aufgestellt im Turnaround: Sind die kritischen Punkte erkannt, die Planung fundiert und die Umsetzung fachkundig, verliert das Gespenst Anlagenstillstand seinen Schrecken. Im Gegenteil: Wer es schafft, Anlagenverfügbarkeit, Instandhaltungszeiten und Kosten in ein optimales Verhältnis zu bringen, kann das notwendige Übel Turnaround sogar als Trumpfkarte ausspielen. Unternehmen mit fundierter Methodenkompetenz können dabei zu wertvollen Partnern der Industrie werden, die auch individuelle Lösungen, Beratungsleistungen und die Umsetzung neuer Prozesse erarbeiten und betreuen können.

So auch in bei Borealis in Schwechat, wo Bilfinger Industrial Services 7250 Anlagenkomponenten warten, reparieren oder austauschen musste. Armaturen, Apparate und Maschinen, aber auch die Zusammenarbeit mit 70 weiteren Fremdfirmen oder die Koordination von 25 Kränen auf der Baustelle stellten extreme Anforderungen an Planung und Umsetzung. Zu Spitzenzeiten waren auf der Baustelle rund 500 Mitarbeiter tätig. Acht Wochen später war der Spuk vorbei. Die Bilanz: termingerechte Umsetzung und kein einziger Arbeitsunfall – nicht schlecht für 137 Mannjahre.

* Der Autor ist Volontär bei PROCESS.

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