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Schon jetzt arbeiteten die befragten Firmen mit durchschnittlich sechs externen Technologie- und Ingenieur-Unternehmen zusammen. In einem derart arbeitsteiligen Umfeld wird Teamwork zur Schlüsselqualifikation. Nur so können Planung, Logistik und Qualitätsmanagement zusammen mit Technikern und Spezialisten an einem Strang ziehen.
Flexibilität und fachspezifisches Know-how sind auch im Turnaroundgeschäft Trumpf. Doch große Anbieter haben noch ein weiteres Ass im Ärmel: In Zeiten der Globalisierung ist Internationalität gefragt. Während kleinere Wettbewerber vor Ort häufig Spezialisten in ihrem jeweiligen Marktumfeld sind, können international agierende Unternehmen auf globale und lokale Spezialisten zurückgreifen.
Gebündelte Kompetenz
Aus diesem Grund hat sich Bilfinger Industrial Services entschlossen, die Kompetenzen der unterschiedlichen Gesellschaften für die Anlagenüberholung in einem europaweiten Turnaround-Netzwerk zu bündeln. So können Teams aus Polen zusammen mit britischen Spezialisten an Projekten in Nordeuropa arbeiten, oder Österreicher den Revamp der Total-Raffinerie in Leuna betreuen.
„Das Netzwerk der Industrial–Services–Gesellschaften ist für uns sehr wertvoll. Unsere internationalen Kunden wollen häufig Modelle der Zusammenarbeit, die wir in einem Land mit ihnen umsetzen, auch an anderen Standorten einführen. Durch die regional verankerten Gesellschaften verfügen wir vom Start weg über länderspezifisches Know-how, das exakt auf den Bedarf zugeschnitten ist“, zeigt sich Pilotto überzeugt. Und auch der Kunde profitiere von der Neuausrichtung: „Nicht zuletzt deshalb, weil die neuen Projekte mit kürzeren Vorlaufzeiten angestoßen und umgesetzt werden können.“
Digital und doch präsent
Auch die Lünendonk-Studie geht davon aus, dass vernetzte Systeme und eine zunehmende Digitalisierung in allen Bereichen der Industrie an Bedeutung gewinnen werden: Immer schnellere Entwicklungszeiten, weniger Aufwand für Prototypen oder verteilte Projektstrukturen heizten den Bedarf nach digitalen Lösungen zusätzlich an. Dennoch, so sind sich die Macher der Studie sicher, sei auch zukünftig die starke Präsenz vor Ort unverzichtbar.
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