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Armaturen und Antriebe

Aufgedreht! Armaturen-Hersteller im Aufwind

| Autor/ Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Armaturen, Antriebe, Apps: Die Highlights der Diam 2017 machen Appetit auf die Achema 2018 – 2000 Experten machten Bochum für zwei Tage zur Armaturen-Hauptstadt. Damit verzeichnete die Deutsche Industrie Armaturenmesse Diam nicht nur einen Ausstellerrekord, sondern hat mit der Dichtungsmesse DDM neue Akzente gesetzt. Fakt ist: Die Hersteller machen sich fit fürs digitale Zeitalter.

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Einen Vorgeschmack auf die Armaturen-Welt der Achema gab es auf der Diam 2017.
Einen Vorgeschmack auf die Armaturen-Welt der Achema gab es auf der Diam 2017.
(Bild: DECHEMA, Hoerbiger, COG, Asco, Gemü, © greens87 - stock.adobe.com; [M]-Grimm)

Von der Raffinerie bis zum Wasserwerk, vom Kugelhahn bis zur Absperrklappe: in Produktionsanlagen, Pipelines und Terminals regeln Armaturen den Stofffluss, sichern Prozesse ab und sperren Leitungen und Tanks zuverlässig ab.

Die hohe Nachfrage durch Anlagenbauprojekte in aller Welt und die positive Entwicklung des Dollarkurses spülen den Herstellern 11 Prozent zusätzliche Aufträge in die Bücher – wobei die Bestellungen aus dem Ausland 2017 mit 7,6 Prozent deutlich stärker zulegen konnten als der Inlands-Auftragseingang (2 Prozent).

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Dabei ging der Löwenanteil der Exporte im Gesamtwert von 3,6 Milliarden Euro in den ferne Osten: Chinesische Abnehmer kauften 2017 für 407 Millionen Euro Armaturen „Made in Germany“ (ein Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum). Ebenfalls stark gestiegen waren die Exporte in die USA, die um 15 Prozent auf 327 Millionen Euro zulegen konnten.

Kein Wunder, dass Armaturen, Pumpen und Kompressoren traditionell die größte Ausstellergruppe der Achema stellen (950 Unternehmen 2015). Auch 2018 hat sich die Crème de la Crème der Hersteller zur Weltleitmesse der Chemie angekündigt. Mit dabei sind neben Stellgliedern, Antrieben, Klappen und Co. auch Softwareanbieter und App-Entwickler.

Und auch die Zulieferer mischen beim Thema Industrie 4.0 mit: So bringen Lösungen wie der Assistant App des Stellantriebs-Spezialisten Auma die Armatur aufs Handy, während Engi­neering-Software- Anbieter mit umfangreichen Komponenten-Katalogen punkten. Der 3D-Druck wiederum hat das Potenzial, mit additiver Fertigung mehr als nur die Ersatzteilhaltung zu revolutionieren.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Dynamik des Armaturenmarktes gab es bereits auf der Diam 2017 – die Deutsche Industrie Armaturenmesse war 2017 nach einem Gastspiel in München ins Ruhrgebiet zurückgekehrt. Mit 170 Ausstellern und etwa 2200 Besuchern wurde das Event zur Leistungsschau der Fluid-Spezialisten. Zum ersten Mal mit von der Partie waren 2017 die Industriedichtungen mit einer Sonderschau in der historischen Jahrhunderthalle.

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Die Zeichen für eine Fortsetzung der Armaturen-Erfolgsgeschichte stehen gut: Sofern die Exportmärkte ihre Stärke halten können, erwartet der VDMA Fachverband Armaturen für 2017 ein Umsatzplus von 4 Prozent.

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