Arzneimittelmarkt in Deutschland Arzneimittelhersteller fordern Entlastungen

Redakteur: Alexander Stark

Die Belastungen der Arzneimittel-Hersteller sind im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch von über 11,6 Milliarden Euro gestiegen. Der Branchenverband BAH fordert deshalb Entlastungen.

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Die Belastungen für Arzneimittel-Hersteller haben 2020 ein Rekordniveau erreicht.
Die Belastungen für Arzneimittel-Hersteller haben 2020 ein Rekordniveau erreicht.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Berlin – Wie aus der jährlichen Broschüre des Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) über den Arzneimittelmarkt in Deutschland hervorgeht, haben die Belastungen für Arzneimittel-Hersteller ein Rekordniveau erreicht.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig eine zuverlässige Arzneimittelversorgung für die Menschen in Deutschland, aber auch weltweit, sei, kommentierte Dr. Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des BAH. Die Arzneimittel-Hersteller hätten trotz schwieriger Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr mit erheblichem Aufwand die Arzneimittelversorgung gesichert. Gleichzeitig seien die Belastungen der Hersteller auf ein neues Rekordniveau angestiegen, so Cranz. Bereits jetzt sei der Kostendruck für die Arzneimittel-Hersteller aufgrund der zahlreichen sozialrechtlichen Steuerungselemente immens. Deshalb fordert Cranz Entlastungen für Branche. Darüber hinaus müsse es Anreize für die Hersteller geben, die Lieferketten nachhaltig zu sichern und weiterhin in die Forschung, auch an bekannten Arzneimitteln, zu investieren.

Zwischen 2008 und 2020 seien die Rabatte, die Arzneimittel-Hersteller der GKV insbesondere infolge von Rabattvertragsausschreibungen und Open-House-Verträgen zahlen mussten, kontinuierlich von rund 300 Millionen Euro auf knapp fünf Milliarden Euro gestiegen, hat der Verband berechent. Hinzu kommen verschiedene Abschläge (u. a. die Herstellerzwangsabschläge) gegenüber den gesetzlichen wie auch privaten Kassen. Sie belaufen sich im Jahr 2020 auf insgesamt über 6,6 Milliarden Euro.

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