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Neue Fertigungslinie Akzo Nobel verbessert Produktionsanlage für Chlor-Alkali in Rotterdam

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Akzo Nobel Specialty Chemicals will seine Produktionsanlage für Chlor-Alkali in Rotterdam verbessern, um die Entwicklung des Industriestandorts zu fördern. Das Unternehmen bereitet die Investition in eine zweite, unabhängige Fertigungslinie für Chlor und Natronlauge vor. Außerdem werden weitere Verbesserungen umgesetzt, angefangen mit einer neuen „E-Flex“-Technologie, die die Fertigung automatisch an die Stromversorgung anpasst.

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Am Produktionsstandort Rotterdam wird AkzoNobel eine zweite Fertigungslinie errichten.
Am Produktionsstandort Rotterdam wird AkzoNobel eine zweite Fertigungslinie errichten.
(Bild: Akzo Nobel)

Rotterdam/Niederlande – Die Arbeiten für die neue Fertigungslinie sollen bis 2021 abgeschlossen werden. Die Linie wird die durchgängige Versorgung mit Chlor sicherstellen, auch bei Wartungsarbeiten an der jeweils anderen Linie. Sie versetzt das Unternehmen in die Lage, seine Produktionskapazitäten in Zukunft aufzustocken, um die weiter steigende Nachfrage zu bedienen. Die Produktionsstätte in Rotterdam ist das Kernstück eines wichtigen Industriestandorts, an dem verschiedene wesentliche Chlor-Derivate hergestellt werden, darunter PVC, Epoxidharz und Polyurethan.

Der Standort in Rotterdam verfügt nach Angaben von Akzo Nobel über die größte Elektrolyseeinheit mit einer einzelnen Produktionslinie in Europa. Die Produktionskapazität liegt bei mehr als 630.000 t Chlor jährlich. Auch Natronlauge und Wasserstoff werden am Standort produziert. Das Unternehmen stellt gerade die Unterlagen für die Genehmigung der neuen Anlagen zusammen. Der Baubeginn ist für 2019 geplant. „Chlor ist ein wichtiger Rohstoff für unterschiedliche Produkte, von Pharmazie- bis Leichtbauprodukten, beispielsweise für Epoxidharz, das für die Herstellung von Windrädern eingesetzt wird“, erläutert Knut Schwalenberg, Vorstandsmitglied von Akzo Nobel Specialty Chemicals mit Zuständigkeit für Industrial Chemicals. „Um auch in Zukunft die durchgängige Versorgung sicherzustellen sowie Sicherheit und Nachhaltigkeit weiterhin zu verbessern, wollen wir aus unserem Standort in Rotterdam die fortschrittlichste Produktionsstätte für Chlor weltweit zu machen.“

Die diesen Monat eingeführte „E-Flex“-Technologie setzt Datenanalyse ein, um die Produktionsmenge von Chlor automatisch an die Stromversorgung anzupassen und damit Kosten zu optimieren. Flexibilität in der chemischen Produktion und der Stromerzeugung ermöglicht es den Energieversorgern, große Schwankungen in der Erzeugung erneuerbarer Energien, beispielsweise Windkraft, aufzufangen. Die Nutzung digitaler Technologien wie der „E-Flex“-Technologie zeigt laut Werner Fuhrmann, CEO von Akzo Nobel Specialty Chemicals, dass Digitalisierung, Unternehmenswachstum und eine nachhaltige Zukunft sich gegenseitig ergänzen könnten.

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