Ab- und Umfüllstation Ab- und Umfüllstation für den sicheren Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten

Autor / Redakteur: Christian Völk / M.A. Manja Wühr

Brennbare Flüssigkeiten unterliegen strikten Regeln zur Lagerung, die einen bedarfsgerechten Einsatz oft erschweren. Ein neue Ab- und Umfüllstation erlaubt einen flexiblen und sicheren Umgang auch innerhalb der Produktion.

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Die Flow-line-Fass-Station XXL besteht aus einem Entnahmemodul (links) und einem Lagermodul (rechts).
Die Flow-line-Fass-Station XXL besteht aus einem Entnahmemodul (links) und einem Lagermodul (rechts).
( Bild: Düperthal )

Das Handling brennbarer Flüssigkeiten innerhalb von Produktionen ist für viele Betreiber eine schwer zu meisternde Aufgabe. Denn in diesen Bereichen ist das Lagern meist unzulässig. Von dem Verbot ausgenommen, sind Sicherheitsschränke nach TRbF 20 Anhang L mit einem Innenvolumen kleiner 1000 Liter, gleich einem Kubikmeter. Jedoch sind herkömmliche Sicherheitsschränke ausschließlich für die passive Lagerung zugelassen. Die Entnahme der Medien im Sicherheitsschrank, also eine aktive Lagerung, ist nicht erlaubt. Wenn die Gefahrstoffe jedoch in der Produktion gelagert, ab- und umgefüllt werden müssen, ist dies oft nur mit erheblichen Mehraufwand möglich. Die Entwickler von Düperthal haben mit der Flow line eine Ab- und Umfüllstation entwickelt, die alle Anforderungen an Brand- und Umweltschutz sowie an Füll- bzw. Entleerstellen berücksichtigt. Damit ist Anlagenbetreibern ein sicheres Gefahrstoffhandling mit Gebinden von bis zu 200 Litern möglich.

In einer zugelassenen Brandkammer wurde die Feuerwiderstandsfähigkeit der Flow-line-Fass-Station XXL nach DIN EN 14470-1 ermittelt und mit Typ 90 klassifiziert. Die Einheit besteht aus zwei von einander getrennten Schrankmodulen mit dem in den Normen geforderten Innenvolumen. Beide Module sind über Medienleitungen verbunden und bilden zusammen die Entnahme- und Lagereinheit. Jedes einzelne Modul hat ein Auffangvolumen von 220 Litern. Die gesamte Ab- und Umfülleinheit wurde vom TÜV Süd erfolgreich auf Sicherheit geprüft und für den Betrieb nach TRbF 20 Anhang L sowie TRbF 30 zugelassen.

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