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Stellantriebe

50 Jahre Auma – der Spezialist für elektrische Stellantriebe feiert

| Redakteur: Jörg Kempf

Wer komplexe Prozesse beherrschen will, kommt an der Automatisierung seiner Armaturen nicht vorbei – und damit nicht am Stellantrieb. Soll der Stellantrieb elektrisch sein, so kommt man an einem Spezialisten im Markgräflerland nicht vorbei. Als Zwei-Mann-Start-Up vor 50 Jahren gegründet, setzt Auma heute als Weltunternehmen mit 2300 Mitarbeitern Branchenstandards.

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Mit Wasser fing alles an: Mit Lösungen für die speziellen Bedürfnisse der Wasserwirtschaft machte sich Auma zuerst einen Namen. Meilensteine in Bild und Wort finden Sie in der Bildergalerie.
Mit Wasser fing alles an: Mit Lösungen für die speziellen Bedürfnisse der Wasserwirtschaft machte sich Auma zuerst einen Namen. Meilensteine in Bild und Wort finden Sie in der Bildergalerie.
( © jro-grafik - Fotolia )

Wir schreiben das Jahr 1964. Zwei Tüftler im schwäbischen Ostfildern hatten eine Vision, nämlich die starke deutsche Armaturenindustrie mit elektrischen Stellantrieben zu beliefern. Die Idee für einen neuartigen elektrischen Stellantrieb stammte vom Ingenieur Werner Riester, während der Kaufmann Rudolf Dinse das vertriebliche Konzept mitbrachte. „Armaturen- und Maschinen-Antriebe“ – aus der Idee wurde Programm und der Ursprung der heutigen „Auma“ Riester. Bald schon klopften Wasser- und Abwasserbetriebe an die Tür: Mit Lösungen für die speziellen Bedürfnisse der Wasserwirtschaft machte sich das junge Unternehmen zuerst einen Namen, und eine Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf.

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So wurden noch in der ersten Dekade der Firmengeschichte die Weichen in Richtung Globalisierung gestellt. Erster Höhepunkt war 1974 die Gründung von Auma Benelux im niederländischen Leiden. Damit startete die Erschließung neuer Märkte und ein Wachstum, das bis heute anhält. Aktuell umfasst das globale Auma-Netzwerk 20 internationale Tochtergesellschaften und über 50 Vertretungen, die in über 70 Ländern Beratungs- und Servicedienstleistungen rund um Stellantriebe anbieten.

Immer der passende Antrieb

Industriearmaturen gibt es in unterschiedlichsten Größen, in verschiedenen Bauformen, in prozesstechnischen Anlagen überall auf der Welt, in allen Klimazonen. „Wann immer erwogen wird eine Armatur elektrisch zu automatisieren, will Auma einen passenden Stellantrieb anbieten können, egal ob in der Kläranlage in Mittelamerika, in einer Wasserpipeline in Arabien oder auf einer Ölbohrplattform im Nordaltantik“, so formuliert Matthias Dinse den Anspruch des Unternehmens. Der Sohn des Firmengründers lenkt heute als kaufmännischer Geschäftsführer zusammen mit dem technischen Geschäftsführer Henrik Newerla das Unternehmen.

„Um dies zu erreichen, ist unsere Vertriebsorganisation bei Projekten auf allen Ebenen unterstützend aktiv, national und international, von der Planung bis zur Inbetriebnahme“, betont Dinse. Die stolze Anzahl von über 180 000 Stellantrieben pro Jahr produziert Auma heute – für die Branchen Wasser, Energie, Öl & Gas und Industrie, immer auf Bestellung und nach Vorgaben des Kunden.

Die grundlegende Funktionsweise ist bei allen Auma-Stellantrieben einheitlich. Ein Elektromotor treibt ein Getriebe an. Das Drehmoment am Getriebeausgang wird über eine genormte mechanische Schnittstelle zur Armatur übertragen. Eine Steuereinheit im Stellantrieb erfasst den durchfahrenen Weg und überwacht das abgegebene Drehmoment. Das Erreichen einer Armaturenendlage oder eines eingestellten Drehmomentgrenz­werts wird von der Steuereinheit an die Motorsteuerung signalisiert. Die meist in den Antrieb integrierte Motorsteuerung schaltet den Stellantrieb dann ab. Zum Austausch von Fahrbefehlen und Rückmeldungen zwischen Motorsteuerung und Leittechnik enthält die Motorsteuerung eine auf die Leittechnik abgestimmte elektrische Schnittstelle.

Produktinnovationen zur rechten Zeit – das ist das Erfolgsrezept von Auma. Mehr auf der nächsten Seite.

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