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Biotech-Produktion

Zeta erhält Großauftrag für Bioreaktoren von Boehringer Ingelheim

| Redakteur: Tobias Hüser

Ein 15.000 l Bioreaktor von Zeta
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Ein 15.000 l Bioreaktor von Zeta (Bild: Zeta)

Zeta Biopharma hat einen Großauftrag von Boehringer Ingelheim erhalten. Das österreichische Unternehmen liefert Bioreaktoren und die dazugehörige Medienzubereitung für eine Produktionsanlage in Wien, die auf biotechnologischen Weg Wirkstoffe herstellen soll. Mehr als 700 Millionen Euro investiert Boehringer Ingelheim in das größte Einzelprojekt der Firmengeschichte.

Graz/Österreich – Boehringer Ingelheim hatte sich aufgrund sogenannter Skid-Units bzw. Super-Skids für Zeta Biopharma entschieden. „Beides hatte Zeta zuvor in einem vergleichbar großen Zellkulturprojekt erfolgreich realisiert. Dieses Know-how, die verfügbaren Kapazitäten und die Standortnähe machen Zeta zu einem idealen Partner für uns“, erklärt Uwe Theobald, Projektleiter (Prozess) bei Boehringer Ingelheim Wien. Die Zellkultur-Produktionsanlage soll bis 2021 fertiggestellt werden. Neben 500 neuen Arbeitsplätzen, die im Rahmen der Errichtung geschaffen werden, eröffnet dieses Großprojekt große Chancen für die heimische Zulieferindustrie, sich als langfristiger regionaler Geschäftspartner zu qualifizieren.

Bodenmagnetrührwerke für Large-Scale-Bioreaktoren

Parallel zum Basic Engineering des Anlagenbauprojektes in Wien startete Zeta im Herbst 2016 mit der TU Hamburg und Boehringer Ingelheim ein gemeinsames Innovationsprojekt, das die Entwicklung eines leistungsstarken Bodenmagnetrührwerks für Bioreaktoren umfasste. Schon im Frühjahr 2017 lagen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie vor: Das Scale-up des neuen Magnetrührwerks für Arbeitsvolumina bis zu 3.000 l auf den Industriemaßstab von mehr als 15.000 l wurde wissenschaftlich belegt. Das neue Design des Zeta-Rührwerks gilt weltweit als technologischer Innovationssprung für magnetische Rührwerkstechnik, der erstmals industrielle Rührprozesse in großen Bioreaktoren ermöglicht.

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„In Boehringer Ingelheims weltweit einzigartiger durchsichtiger 15.000 l Bioreaktor-Versuchsanlage in Hamburg konnten wir die Eignung des Rührwerks in umfangreichen Mischzeit- und Stoffübergangsversuchen überprüfen. Mithilfe der Ergebnisse und Informationen aus numerischer Strömungssimulation konnten wir so Wissen generieren, das dann direkt in unsere Prozessentwicklung einfließt“, berichtet Thomas Wucherpfennig, Projektleiter Acrylreaktoranlage und Strömungssimulation bei Boehringer Ingelheim, über den Erfolg dieses Projektes.

Noch während der Testphase in Hamburg wurden bei Boehringer Ingelheim konzernintern die Forschungserkenntnisse für den Einsatz der Technologie im Detail evaluiert. Nach Abschluss des Forschungsprojektes sicherte sich Boehringer Ingelheim mit der Bestellung von sechs „BMRF 40.000“ – Zeta-Bodenmagnetrührwerke für Large-Scale-Bioreaktoren – den Technologievorsprung für das Großprojekt LSCC am Standort Wien. „Mit dem neu entwickelten Magnetrührwerk können wir steigende Anforderungen an den Leistungseintrag im Produktionsreaktor mit dem steriltechnischen Vorteil des Magnetantriebs verbinden“, begründet Uwe Theobald die weitreichende Entscheidung des Technologietransfers.

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