Risk Based Asset Management Wie Sie mit der richtigen Instandhaltungsstrategie Zeit und Geld sparen

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Risk Based Asset Management ist ein viel propagierter Ansatz. Doch nur wenige Unternehmen schaffen es, diese auf Risiko basierte Instandhaltungsstrategie in letzter Konsequenz umzusetzen. Die Experten von Bayer Technology Service zeigen, wie der Weg dahin aussehen und welche Erfolge man mit geringem Aufwand erzielen kann.

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Risikobasierte Instandhaltung erfordert ein Umdenken im Management, das eine intensive Kooperation zwischen Betrieb und Instandhaltung voraussetzt.
Risikobasierte Instandhaltung erfordert ein Umdenken im Management, das eine intensive Kooperation zwischen Betrieb und Instandhaltung voraussetzt.
( Bild: Currenta )

Best-in-Class zu sein und eine stets einsatzbereite Anlage zu haben – welcher Betriebsleiter träumt nicht davon. Doch die Realität sieht mit geplanten Revisionen und ungeplanten Stillständen anders aus. Instandhalter hinken oft dem Geschehen einen Schritt hinterher. Dem Ziel, eine Konti-Anlage ohne ungeplanten Stillstand durchzufahren, kommen nur wenige nahe. Der konsequente Einsatz eines Risk Based Asset Management (RBAM)-Prozesses könne der Königsweg dahin sein, glauben die Experten von Bayer Technology Services. Praxisbeispiele zeigen jedenfalls ein beträchtliches Einsparpotenzial. So ist es den BTS-Experten mit einer RBI-Studie (Risked Based Inspection) gelungen, in einer Konti-Anlage einen Revisionsstillstand um zwei Jahre zu verschieben.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine Ausbeutesteigerung von drei Prozent im gleichen Jahr und eine Reduktion der Instandhaltungskosten um rund zwei Millionen Euro.

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Instandhaltungsansätze existieren mehrere, und jede hat ihre Berechtigung: Es gibt den klassischen Run-to-Failure-Ansatz, bei dem ausgetauscht wird, was beschädigt ist, den vorbeugenden Ansatz und die zustandsbasierte Instandhaltung. „Die Entscheidung, welcher Ansatz für welche Ausrüstung gewählt wird, muss individuell getroffen werden“, erläutert Jürgen Potthoff bei BTS im Vertrieb tätig. Die zustandsbasierte Instandhaltung erlaubt optimale Ausnutzung der Ausrüstungsreserven. Wobei jeder, der sich für die viel beschworene zustandsbasierte Instandhaltung entscheidet, im Hinterkopf haben sollte, dass diese Methode nicht nur Vorlaufinvestitionen für Condition Monitoring Systeme erfordert, sondern auch personalaufwändig ist. Gerne wird nämlich übersehen, dass die reine Datensammlung nur die halbe Miete ist, und erst Auswertung und Analyse der gemessenen Daten Aussagen erlauben. Hinzukommt: Zum Teil steht der Kontrollaufwand in keinem Verhältnis zum Schaden, der durch ein Versagen der Ausrüstung entsteht. „Ressourcen werden oft nicht zielgerichtet eingesetzt“, meint Potthoff.

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