Energieeffizienz Wie Sie Energieschlupflöcher identifizieren und schließen

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Energie sparen – wer will das nicht angesichts steigender Energie- und Rohstoffpreise. Die Experten von Bayer Technology Services haben mit dem Energy Efficiency Check einen systematischen Ansatz entwickelt, der für mehr Energieeffizienz in der Anlage sorgt.

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Wer Anlagen hart am Wind betreibt, kann auf Dauer Energie und damit Kosten sparen.
Wer Anlagen hart am Wind betreibt, kann auf Dauer Energie und damit Kosten sparen.
( Bild: Currenta )

Explodierende Rohstoff- und Energie-kosten, der Klimawandel sowie ein internationales Wettbewerberfeld, das immer enger zusammenrückt – die Rahmenbedingungen für die Chemieindustrie dieser Tage sind schnell skizziert. Wobei vor allem die Themen CO2-Minimierung und Energiepreise die Branche umtreiben, hängen doch beide eng zusammen und bieten ausreichend Motivation, Anlagen auf mehr Energieeffizienz zu trimmen. Entsprechende Maßnahmen seien signifikante Hebel, um die Betriebskosten zu senken, erklärt Dr. Andreas Jupke, Leiter der Prozessanalyse bei Bayer Technology Services (BTS). BTS hat deshalb den Energy Efficiency Check entwickelt, mit dessen Hilfe Anlagen systematisch und umfassend auf ihren Energieverbrauch hin untersucht und anschließend optimiert werden können.

Wer Energieschlupflöcher stopfe, könne die Betriebskosten um 5 bis 20 Prozent senken, verspricht Jupke und verweist auf mittlerweile über 100 weltweite Referenzprojekte, die BTS im eigenen Konzern und für externe Kunden durchgeführt hat. Stellschrauben innerhalb einer Anlage gibt es mehr als genug, und nicht immer müssen große Räder gedreht, sprich Investitionen getätigt werden, oft entfalten auch kleinere Maßnahmen große Wirkungen. Das beginnt bereits damit, erzählt Jupke, dass erstaunlich viele Prozesse nicht am energetischen Optimum gefahren werden, sondern in einer Komfortzone, wodurch Betreiber Optimierungspotenzial verschenken. „Der Betriebsmannschaft sind oft die entschiedenen Fahrparameter, die den Energieverbrauch beeinflussen, gar nicht bewusst“, erklärt er. Beispielsweise werden Destillationskolonnen häufig mit zu großen, konstanten Rücklaufmengen betrieben, obwohl eine Fahrweise mit geringeren, durchsatzabhängigen Rücklaufmengen möglich ist. Außerdem werden oft Rohstoff- und Lösungsmittelmengen zu groß gewählt, die energieintensiv aufgearbeitet werden müssen.

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Auch, wer effizientes Equipment verwendet, kann Geld sparen. Die größten Energiefresser sind Pumpen, Verdichter, Ventilatoren, Rührwerke und Fördereinrichtungen: So bleibt bei einer drosselgeregelten Pumpe zum Teil die Hälfte der eingesetzten Energie im Regelventil hängen, was leicht durch den Austausch eines drehzahlgesteuerten Antriebs verhindert werden kann.

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