Gas-Durchflussmessung Wie Sie den Gas-Durchfluss zuverlässig messen

Autor / Redakteur: Peter Dietrich / Dr. Jörg Kempf

In nahezu allen Bereichen der Prozessindustrie werden heute etwa 35 Prozent aller Durchflussmessgeräte für die Mengenmessung von Gasen eingesetzt – von einfachen Anwendungen in Druckluftnetzen bis hin zu eichpflichtigen Ethengas-Pipeline-Messungen. Die Bandbreite ist groß, und jede Anwendung hat ihre besonderen Herausforderungen an die Messsysteme. Eines steht bei allen Verfahren im Vordergrund: Präzise muss es sein!

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Die Produktionskalibrieranlage PremiumCal
Die Produktionskalibrieranlage PremiumCal
(Bild: Endress+Hauser)

Bislang werden in der Gasmesstechnik noch häufig mechanische Gas-Durchflusszähler eingesetzt. Die Praxis zeigt, dass diese Technologien mit erhöhtem Wartungsaufwand durch Schmierung und Reinigung, Druckverlusten und damit Energieschwund einhergehen. Sie bergen Gefahren wie die Verblockung durch Schmutzanteile im Gas, des Driftens und Verschleißes von Lagern sowie anderen mechanischen Bauteilen.

Zusätzlich müssen Druck und Temperatur kompensiert werden. Für den Anwender bedeutet das meist erhöhte Kosten und teure Anlagenstillstände. Zudem sind die meisten Systeme nicht im bidirektionalen Messbetrieb verwendbar, was in der Praxis immer mehr an Bedeutung gewinnt. Moderne Gas-Durchflussmessverfahren bieten hier entscheidende Vorteile.

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Mit dem modularen Proline-Gerätekonzept vereint Endress+Hauser kompakte und branchenoptimierte Durchflusssensoren mit einheitlichen Messumformern und bietet für jeden Einsatzbereich die beste Lösung. Es umfasst folgende Gerätefamilien, die im Weiteren näher vorgestellt werden (siehe auch die Tabelle auf S. 36):

  • Promass für die hoch genaue und eichfähige Coriolis-Gasmassemessung,
  • t-mass für die druckverlustfreie, energiesparende thermische Gasmassemessung,
  • Prowirl für die kostengünstige und robuste Vortex-Gasmessung sowie
  • Prosonic Flow B 200 für die zuverlässige Gasmessung auch bei niedrigem Druck und Feuchtigkeit mit Ultraschall.

Das Konzept verspricht dem Anwender nachhaltigen Nutzen durch

  • eine sichere und zeitsparende Inbetriebnahme sowie Wartung mit Quick Setup durch einheitliche Bedienung,
  • niedrige Lagerkosten, hohe Verfügbarkeit und flexibel erweiterbare Funktionalität dank einheitlicher Komponenten und Ersatzteile,
  • Sicherheit und geringere Kosten im Anlagenbetrieb mit den einheitlichen Auswahl, Bedien- und Prüftools, wie Applicator, FieldCare und Fieldcheck.

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