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Optische Technologien Wie Pneumatikspezialist Festo mit optischen Technologien noch tiefer in die Prozessautomation einsteigen will

Redakteur: Gerd Kielburger

Ob Kläranlage, Proteinherstellung oder Milchabfertigung – mithilfe der Automatisierung ist nicht nur die exakte Steuerung der Prozesse gewährleistet, sondern auch eine lückenlose und papierlose Dokumentation der Herstellprozesse. Mittendrin steckt der Pneumatikspezialist Festo, der dank innovativer Systemlösungen das Thema Luft in der Prozessbranche salonfähig gemacht hat und nun – beispielsweise mit optischen Technologien – noch tiefer in die Prozessautomatisierung einsteigen will.

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Prof. Dr. Peter Hofmann, Head of Product Center Process Automation bei Festo in Esslingen: "Wir müssen lernen, die Sprache der Anwender zu verstehen und selbst zu sprechen. Nur wenn man eine Fermentation versteht, kann man die Technologie im besten Sinne einsetzen und dem Kunden einen wirklichen Nutzen bringen". (Bild: Festo)
Prof. Dr. Peter Hofmann, Head of Product Center Process Automation bei Festo in Esslingen: "Wir müssen lernen, die Sprache der Anwender zu verstehen und selbst zu sprechen. Nur wenn man eine Fermentation versteht, kann man die Technologie im besten Sinne einsetzen und dem Kunden einen wirklichen Nutzen bringen". (Bild: Festo)

Wenn es um die Bewegung von Ventilen, Klappen und Schiebern mithilfe von pneumatischen Antrieben geht, macht den Esslingern keiner etwas vor. Festo ist quasi zum Synonym der Pneumatik geworden. Seit längerem setzen die Pneumatikspezialisten ihr langjähriges Know-how auch für die Prozessautomation ein. Schließlich ist die Technik ideal für die harten Umgebungsanforderungen der Prozessindustrien geeignet: Sie ist robust, kostengünstig und sehr zuverlässig. Feuchtigkeit, extreme Hitze oder Kälte können korrosionsgeschützten Pneumatik-Komponenten nichts anhaben – sie sind temperaturunempfindlich zwischen -20 und +80 °C. Spezielle Tieftemperaturausführungen bis -40 und Hochtemperaturausführungen bis +120 °C sind ebenfalls möglich.

Festo-Portfolio wird breiter und tiefer

Jetzt will Festo noch tiefer ins Herz der Prozessautomation einsteigen: „Die bisherige Strategie von Festo war es, das existierende Portfolio für die Kunden aus der Prozessindustrie zu nutzen. Jetzt werden wir dies um ganz spezifische Bereiche ergänzen, z.B. im Biopharma-Bereich oder in der Wasseraufbereitung“, erklärt Prof. Dr. Peter Hofmann, Head of Product Centre Process Automation bei Festo, die neuen Wege. Dies sei ganz im Sinne der Anwender. Ein typisches Szenario ist etwa die Abfüllung in der Milchwirtschaft. Während die Stückgüter, also Kartons oder Milchtüten, schon immer von Festo bewegt wurden, oblag die Abfüllung stets anderen Herstellern.

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„Früher mussten wir immer aufhören, sobald es um das Messen, Steuern und Regeln fluider Medien ging. Jetzt machen wir weiter“, beschreibt Produktstratege Hofmann die Zukunft. Seiner Meinung nach gibt es einen steigenden Bedarf nach beiden Aspekten der Automatisierung einer Anlage, die der Fabrik- und Prozessautomatisierung. Geplant ist daher die Entwicklung neuer Produkte, z.B. Ventile und Antriebe. Allerdings möchte man weiterhin im Rahmen seines Know-hows bleiben – die Entwicklung einer Klappe mit 1,20 Meter Durchmesser etwa passt nicht dazu, die Weiterentwicklung eines Ventils für die Ex-Bereiche der Chemie schon eher.

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