Covid-19-Impfstoff Wie Novavax sich für die Impfstoffzulassung rüstet

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Der Impfstoff von Novavax steht kurz vor der Zulassung und damit neben mRNA- und Vektorimpfstoff ein dritter Wirkmechanismus. Das Biotechunternehmen hat sein Produktionsnetzwerk beisammen und will noch in diesem Jahr zwei Milliarden Dosen liefern können.

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Novavax-Mitarbeiterin im Labor
Novavax-Mitarbeiterin im Labor
(Bild: Novavax)

Für den Covid-19-Impfstoff von Novavax ist im Februar das rollierende Zulassungsverfahren angelaufen und nun rüstet sich das Unternehmen, um im Fall der Zulassung schnell liefern zu können.

Der Impfstoff mit dem Codenamen NVX-CoV2373 bringt neben Vektor- und mRNA-Impfstoffen noch eine dritte Technologie ins Spiel. Der Wirkstoff besteht aus einer im Labor hergestellten hergestellten Version des Spikeproteins des Coronavirus SARS-CoV-2 und enthält ein Adjuvans (Matrix M1-Adjuvans) zur Verstärkung der Immunantwort.

Nach der Zulassung will Novavax bis Ende des Jahres zwei Milliarden Impfdosen herstellen. Ein großer Teil davon soll vom Serum Institut of India kommen, mit dem das Unternehmen bereits im letzten Jahr einen Vertrag über die Produktion der Antigenkomponente geschlossen hatte.

Für die Fertigung der Antigenkomponente geht Novavax auf Nummer sicher und lässt diese auch noch in einem eigenen Werk in Bohumil in Tschechien synthetisieren. Auch Biofabri in Spanien, Fujifilm Diosynth Biotechnologies (FDB) in North Carolina und Texas, SK Bioscience in Korea und Takeda in Japan stellen den Proteinteil des Wirkstoffs her.

Das immunantwortfördernde Andjuvans wird von Novavax selbst in Uppsala produziert und bei AGC Biologics in USA und Dänemark sowie von der Polypeptide Group in USA und Schweden.

Auch die auf Pharmaauftragsherstellung spezialisierte Siegfried AG ist an der Impfstoffherstellung beteiligt. Ab Mitte 2021 soll der Wirkstoff am Produktionsstandort in Hameln (Deutschland) aseptisch abgefüllt werden.

GSK wird bereits ab Mai 2021 in seinem Werk in Barnard Castle im Nordosten Englands mit Produktionskapazitäten für das "Fill&Finish" unterstützen. Die dort herstellten 60 Millionen Impfstoff-Dosen hat sich allerdings bereits die britische Regierung gesichert. Die Protein-Antigen-Komponente von NVX-CoV2373 wird ebenfalls im Nordosten Englands vom Produktionspartner, Fujifilm Diosynth Biotechnologies, am Standort Billingham, Stockton-on-Tees, hergestellt.

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