Explosionsschutz beim Azo-Technologietag

Wie man Anlagen vor Explosionen schützt

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Ein gefürchtetes elektrostatisches Phänomen bei der pneumatischen Förderung von Kristallzucker oder Polyethylen-Granulat mit einem hohen Feinstaubanteil sind sogenannte Schüttkegelentladungen. Dabei fließt die elektrische Ladung nicht schnell genug ab, sondern summiert sich. Die Entladung erfolgt dann als Explosion über die Granulatoberfläche. Am besten, so der Tipp von Jaeger, sei es, elektrostatische Entladungen gar nicht erst entstehen zu lassen und ausreichend zu erden.

Geschickt konstruiert

Dass derlei Empfehlungen gar nicht so einfach umzusetzen sind, zeigen immer wieder Explosionen in Schüttgutanlagen. Wie konstruktiver Staub-Explosionsschutz helfen kann, bei einer isolierten Eplosion Folgeschäden zu vermeiden, war Thema von Dipl.-Ing. Richard Siwek, FireEx. Eine Entlastungseinrichtung löst seiner Erfahrung nach noch lange nicht alle Probleme. Entscheidet man sich sich nach einer Risikobeurteilung für eine konstruktive Schutzmaßnahme ist Voraussetzung, dass alle Entkopplungsmaßnahmen richtig dimensioniert und angebracht werden.

Sein Fazit: Halbfertige konstruktive Schutzmaßnahmen können am Ende teurer werden als eine saubere technische Gesamtlösung. Konstruktive Schutzmaßnahmen sind eine Ergänzung zu anderen Schutzmaßnahmen, aber nicht das Allheilmittel, und sie sind auch wartungsintensiv bzgl. ihrer Wirksamkeit auf Dauer.

Der Beitrag beruht auf den Ausführungen von Dipl.-Ing. Gerhard Nied, Bereichsleiter Technik bei AZO.

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