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Eine Marke der PROCESS Gruppe

Pharma-Supply-Chain Wenn Auftragshersteller Daten liefern

| Autor/ Redakteur: Petter Morée* / M.A. Manja Wühr

Wer Agilität, Qualität und Produktivität sicher und verbessern will, braucht vor allem valide Daten. Doch wie gewinnt man Einblick in Produktionen, die man als Pharmaunternehmen gar nicht mehr selbst verantwortet? Ganz einfach – mit einem System, das Daten erfasst, verbindet und analysiert.

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Mit Echtzeit-Einblicken verbessern Pharmaunternehmen die Chargenfertigung, die Einhaltung von Auflagen, das Risikomanagement, den Produktionsanlauf oder auch die Neuformulierung von Wirkstoffen.
Mit Echtzeit-Einblicken verbessern Pharmaunternehmen die Chargenfertigung, die Einhaltung von Auflagen, das Risikomanagement, den Produktionsanlauf oder auch die Neuformulierung von Wirkstoffen.
(Bild: © rgerhardt@sbb.rs - stock.adiobe.com; Osisoft; [M]GötzelHorn)

In stark regulierten Branchen bedeutet der Weg des geringsten Widerstands oft, dass Prozesse einfach beibehalten werden – und die Pharmaindustrie ist hier keine Ausnahme. Zwischen noch nicht zugelassenen und margenstarken Medikamenten, die unter kurz laufenden Patenten auf den Markt gebracht werden, müssen Pharmaunternehmen die Forschungs- und Entwicklungskosten rasch amortisieren und ihre Risiken minimieren, sodass wenig Anreiz für die proaktive Überarbeitung der Lieferkettenprozesse besteht.

Gleichzeitig lagern viele Hersteller die Arzneimittelproduktion aus und geben damit die Kontrolle über den Produktionsprozess ab. Ohne Zugriff auf konkrete Daten und Informationen aus diesen meist weit entfernten Fabriken können Pharmaunternehmen und deren Subunternehmer (CMOs = Contract Manufacturing Organization) notwendige Änderungen zur Problemvermeidung oder Prozessverbesserung nicht guten Gewissens vornehmen, vor allem dann, wenn solche die Produktion gefährden oder zum Stillstand bringen könnten.

Heute aber realisieren fortschrittliche CMOs den Wert der operationellen Daten und verschaffen den Pharmaunternehmen durch die Implementierung der passenden Infrastruktur Einblicke in den Produktionsprozess, die so bisher nicht möglich waren. Mit solchen Erkenntnissen, die sich nahe am Echtzeitverhalten bewegen, steht das Lieferkettenmodell in der Arzneimittelherstellung an der Schwelle zu einem massiven Wandel, der es Unternehmen ermöglicht, Arzneimittel schneller auf den Markt zu bringen.

Entwicklung und Regulierung

Wird die Produktion ausgelagert, so stehen Pharmaunternehmen vor einem riesigem Problem: Das Delegieren der unternehmerischen Verantwortung bedeutet nicht das Delegieren der unternehmerischen Haftung. Unabhängig davon, ob ein Arzneimittel im eigenen Haus oder bei einer CMO produziert wird, in den Augen des Verbrauchers muss das Pharmaunternehmen immer für alle Produktionsrisiken geradestehen.

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