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... Partikelbeschichtungen zu verhindern, doch bei den herkömmlichen Verfahren kommt es typischerweise zum Verkleben der Partikel und damit zur Beeinträchtigung der Rieselfähigkeit.
Der Phantasie für mögliche Anwendungen für solche und andere biotechnologisch hergestellte Naturstoffe (z. B. Bernsteinsäure, mikrobielle Brennstoffzellen) sind kaum Grenzen gesetzt. Das gilt ebenso für viele weitere Zwischen- und Vorprodukte, welche die Biotechnologie heute auf den Markt bringt. Doch letztlich sind die Anwendungen kundengetrieben: Die Entwickler, die biotechnologische Produkte im industriellen Maßstab herstellen, müssen Kontakt zu denjenigen - häufig kleinen oder mittelständischen - Unternehmen bekommen, die diese für ihre Spezialanwendungen nutzen können. So müssen denn auch die Sekrete des gemeinen Spaltblättlings noch jene Partner finden, die zwar viel von ihren Produkten, Nischenmärkten und Endkunden verstehen, aber noch wenig von den Geschäftsmöglichkeiten ahnen, die ihnen heute schon biotechnologische Entwicklungen abseits der Medienpfade bieten.
Intelligente Geräte und Prozesstechnologien für Anlagen im Parallel- und Wechselbetrieb
Unter dem Eindruck volatiler Rohstoffmärkte, von Zahlungsausfällen und Finanzkrisen, angesichts neuer Handelsprotektionismen in den Agrar- und Nahrungsmittelmärkten und konfrontiert mit dem regulatorischen Tauziehen um Pflanzengentechnik halten sich Unter-nehmen spürbar zurück, wenn es darum geht, auf bisher verlässliche Rohstoffquellen zu verzichten, Komponenten mit bewährten Eigenschaften auszutauschen und Produktionsprozesse neuen Materialien anzupassen oder gar ganze Anlagen mit neuen Technologien aufzubauen. Investitionen ja, Technologierevolution nein - me-too-Produkte nein, Neues ja, sagen die Verantwortlichen. So liegen Komponenten, Module, Prozesslösungen und Anlagen im Trend, welche die Verarbeitung unterschiedlicher Rohstoffe für dasselbe Endprodukt und kleine Testserien ermöglichen. Die Erwartungen an die Biotechnologie sind hochgesteckt:
- Null-Abfall und Verwertung der stofflichen Nebenströme
- Verarbeitung heterogener Rohstoffe und Ausgangschemikalien zur Erzeugung derselben Endprodukte
- Unterbrechungsfreier Wechsel in der Fertigung multipler Produkte
- Nutzung bestehender Infrastrukturen
Außerhalb der Pharmaindustrie hat es bislang nur wenige biotechnologische Lösungen gegeben, die bezahlbar waren und im Großmaßstab solchen Erwartungen gerecht wurden. Das liegt am Gegenstand: Die Produkte sind in der Regel Vor- und Zwischenprodukte aus biologischem und damit variablem Material. Sie sind selten "von der Stange" und benötigen in der Regel ergänzende Expertise, damit ein verkaufbares (End-) Produkt entsteht. Auch die Bioverfahrenstechnik funktioniert nicht nach dem "Kaufen- und Stecker-rein-Prinzip". Es braucht stets die kundenspezifische Anpassung, und die Käufer müssen sich darauf verlassen, dass der After-Sales-Service verlässlich berät und nicht im Nachhinein die Preise anhebt.
In den letzten Jahren hat die Kombination verschiedener Technologieplattformen an Fahrt gewonnen. Selbststeuernde Maschinenkomponenten, intelligente Mess- und Regeltechniken, modulare Extraktions-, Separations- und Kühlsysteme und miniaturisierte Fraktionierungs- und Synthesemaschinen sorgen dafür, dass...
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