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Prozesslufterzeugung

Warum sich die Investition in Wärmerückgewinnung schnell bezahlt macht

| Autor/ Redakteur: Thorsten Sienk / Jörg Kempf

Bei Prozessluft-Anwendungen können Betreiber gehörig ins Schwitzen geraten, denn die Pneumatik ist, physikalisch bedingt, die mit Abstand teuerste Energieform. Den Gesetzen der Thermodynamik folgend, gibt es keine Druckluft ohne Wärme. Gerade angesichts der langen Betriebszeiten von Verdichtern gilt es diese zurückzugewinnen. Der Beitrag zeigt, wie’s geht.

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Echt heiß: Mit Rohrbündelwärmetauschern lässt sich die bei der Drucklufterzeugung zwangsläufig entstehende Wärmeenergie effektiv zurückgewinnen.
Echt heiß: Mit Rohrbündelwärmetauschern lässt sich die bei der Drucklufterzeugung zwangsläufig entstehende Wärmeenergie effektiv zurückgewinnen.
(Bild: Aerzen; ©eugenesergeev, ©Baranov - stock.adobe.com; [M]-Grimm)

Druckluft ist energetisch betrachtet ein heißes Thema. Begrenzte Ressourcen, strenge Umweltauflagen, begrenzte CO2-Emissionen, steigende Energiekosten und zunehmender Preisdruck sind Antreiber für Energieeffizienzprojekte. Dahinter steht auf der einen Seite die präzise Auslegung, damit Anlagen – auch dank des Einsatzes von Frequenzumrichtern zur Drehzahlsteuerung – rund um die Uhr möglichst dicht am optimalen Betriebspunkt arbeiten. Von gut gemeinten Leistungsreserven gilt es sich also zu verabschieden, ohne dabei die Betriebssicherheit zu gefährden.

Auf der anderen Seite bieten Verdichter, physikalisch bedingt, ein enormes Potenzial, die bei der Druckerhöhung zwangsläufig ansteigende Lufttemperatur zu nutzen. Angesichts des wachsenden Interesses an ökologischer Nachhaltigkeit und betriebswirtschaftlichem Kostenbewusstsein blicken Anlagenbetreiber mit zunehmender Aufmerksamkeit auf die Wärmerückgewinnung. Diese Entwicklung nimmt an Tempo zu – auch aufgrund attraktiver Return-on-Investment-Zeiten, die häufig unter zwei Jahren liegen. Wo liegen die Ursachen für dieses leicht zu erschließende Potenzial?

Über den Autor

Jörg Kempf

Jörg Kempf

Chefredakteur, PROCESS - Chemie | Pharma | Verfahrenstechnik