Übernahme von Halbleiterhersteller Wacker veräußert Anteile an Halbleitertochter Siltronic

Redakteur: MA Alexander Stark

Der Münchener Chemiekonzern Wacker hat angekündigt, seine Anteile am Halbleiterhersteller Siltronic an Global Wafers veräußern zu wollen.

Firmen zum Thema

Standort Burghausen des Halbleiterfabrikanten Siltronic.
Standort Burghausen des Halbleiterfabrikanten Siltronic.
(Bild: Siltronic)

München – Der Aufsichtsrat von Wacker Chemie hat dem Abschluss einer Vereinbarung (Irrevocable Undertaking) mit dem taiwanesischen Unternehmen Global Wafers zugestimmt. Danach verpflichtet sich der Chemiekonzern unwiderruflich, seine gesamte Beteiligung an Siltronic in Höhe von rund 30,8 % im Rahmen eines freiwilligen Übernahmeangebots einzuliefern, das Global Wafers den Aktionären von Siltronic unterbreiten wird. Der Angebotspreis wird 125 Euro je Aktie betragen und die Mindestannahmeschwelle des Übernahmeangebots wird bei 65 % liegen. Das Übernahmeangebot von Global Wafers wird unter der Bedingung fusionskontrollrechtlicher und sonstiger regulatorischer Freigaben stehen.

Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender von Wacker, hob hervor, dass sich der Halbleiterhersteller in den vergangenen Jahren ausgezeichnet entwickelt hat. Das Unternehmen habe eine starke Position im weltweiten Markt für Halbleiterwafer, sei technologisch hervorragend aufgestellt und arbeite sehr profitabel, so Staudigl. Durch die Transaktion würde ein führender Anbieter der Industrie entstehen, der über ein umfassendes Produktportfolio verfügt und allen Halbleiterkunden technologisch anspruchsvolle Produkte anbieten könne.

Wichtig bei der Entscheidung, die Anteile an Global Wafers zu verkaufen, war nach Staudigls Worten auch eine Bestandsgarantie für die Standorte der ehemaligen Halbleitertochter. Siltronic soll seine Geschäftsstrategie im Wesentlichen unverändert fortführen können. Auch an der Sozialpartnerschaft mit den Arbeitnehmervertretern wird festgehalten. Standortschließungen oder betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland sind bis Ende 2024 ausgeschlossen.

(ID:47036883)