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Wandelnde Anforderungen an Industriearmaturen Vom Bauchladen zur Manufaktur

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Armaturen müssen in Zukunft langlebiger, sicherer, dichter und individueller werden. Beispiele wie das gelingen kann, gibt es im Herbst auf der Diam – Deutsche Industriearmaturen Messe – in Bochum zu sehen.

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Bereits die Messe-Premiere in Bochum hat die Erwartungen der Veranstalter mit über 90 Ausstellern und fast 1500 Besuchern übertroffen.
Bereits die Messe-Premiere in Bochum hat die Erwartungen der Veranstalter mit über 90 Ausstellern und fast 1500 Besuchern übertroffen.
(Bild: Diam)

Was müssen vermeintliche Standardkomponenten wie Industriearmaturen in Zukunft leisten? Sie müssen kommunizieren können, um in einer digitalisierten Produktionswelt mithalten zu können. Standardkomponenten vom Band sind dagegen in vielen Anwendungen nicht mehr gefragt. Der Anspruch ist, dass Armaturen sich zukünftig in Automatisierungskonzepte flexibel einbinden lassen und kommunikativer werden.

Hersteller bieten vermehrt Systemlösungen an, die mehr leisten als das reine Produkt. Im Markt verfügbar sind intelligente Stellventile, die durch elektronische Zusatzmodule nicht nur die Regelungsaufgabe erfüllen, sondern auch den Wartungs- oder möglichen Reparaturbedarf selbsttätig und vor Auftritt eines Schadens erkennen. Das führt zu mehr Sicherheit und Kosteneffizienz.

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Glaubt man dem Vorsitzenden des VDMA-Fachverbands Armaturen, Dr. Achim Trasser, wird ein beidseitiger Datenaustausch zwischen Komponenten, wie von Armatur zur Pumpe, oder vom Kompressor zur Armatur, bald Standard sein: „Unsere Produkte werden smarter und effizienter“, ist er sich sicher. Sicher ist auf jeden Fall, dass sich die meisten Armaturenhersteller dieser Tatsache bewusst sind und gerade in dieser heterogenen Branche mit vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen ein unglaubliches Potenzial schlummert.

Export steigt

Auch Sonderbauformen, wie individuelle Sicherheits- und Überwachungsarmaturen sind gegenüber Regel- und Absperrarmaturen, gefragter denn je. Damit kann die Branche auch in Wachstumsregionen, in denen viele Anlagen und Pipelines gebaut werden, punkten. So steig die Ausfuhr in Anlagenbau-Boom-Regionen wie in die USA Ende letzten Jahres um 15 %.

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