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Epichlorhydrin Vinythai übernimmt Bau einer Epichlorhydrin-Anlage von Solvay in Thailand

| Redakteur: Marion Henig

Solvay hat seine Tochtergesellschaft Solvay Biochemical Thailand für einen Gesamtwert von sieben Millionen Euro an den thailändischen Vinyl- und Chlor-Alkali-Hersteller Vinythai verkauft, an dem Solvay jedoch 50,01 Prozent Anteile hält. Vinythai übernimmt auch die von Solvay geplante Epichlorhydrin-Anlage, in dem die Epicerol-Technologie von Solvay zum Einsatz kommen wird.

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(Logo: Solvay)
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( Archiv: Vogel Business Media )

Map Ta Phut, Thailand – Epichlorhydrin ist ein wichtiges Vorprodukt zur Produktion von Epoxidharzen und finden zunehmend auch Anwendung bei Beschichtungen sowie in der Elektronik-, Automobil- und Raumfahrtindustrie. Ein weiteres Anwendungsfeld sind Windkraftanlagen. Gerade in der Asien-Pazifik-Region verzeichnet Solvay einen wachsenden Bedarf an Epichlorhydrin bei der Produktion von Turbinenblättern.

Mit der Übernahme von Vinythai Solvay Biochemical Thailand will Vinythai in Map Ta Phut den Bau der bereits seit 2007 geplanten Anlage mit einer Jahreskapazität von 100 000 Tonnen vorantreiben, sie soll im ersten Quartal 2012 anlaufen. Insgesamt investiert das Unternehmen 160 Millionen Euro, darin enthalten ist auch der Ausbau vorhandener Kapazitäten an Chlorwasserstoff und Natriumhydroxid.

Mit der Epicerol-Technologie soll ein modernes Herstellungsverfahren von Solvay zum Einsatz kommen. Der Prozess erlaubt die direkte Synthese von Dichloropropanol, einem Zwischenprodukt aus Glycerin und Salzsäure. Die anschließende Dehydrochlorierung des Dichloropropanol führt zum Endprodukt Epichlorhydrin. Im Vergleich zum früheren Verfahren sei laut Unternehmensaussage der Verbrauch an Chlor und Wasser und damit auch an chloriertem Abwasser reduziert.

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