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Aber auch der Einsatz integrierter Schaltkreise half die Geräte weiter zu miniaturisieren. Erste integrierte Schaltkreise für die Realisierung der Sensorfunktion sind seit Mitte der 80er Jahre im Einsatz.
Durch Sensoren für ganz bestimmte Anwendungen versuchten sich die Hersteller am Markt gegeneinander abzugrenzen. So sind seit ca. 1985 magnetfeldfeste Schalter für Anwendungen im Rohbau der Automobilindustrie bekannt. Diese Schalter können in unmittelbarer Umgebung von Schweißgeräten betrieben werden und lassen sich durch die Schweißströme nicht stören. Diese Spezialgeräte gehören auch heute noch zum Standardangebot der etablierten Hersteller.
Eine weitere interessante Anwendung, die die Techniker vor neue Herausforderungen stellte, ist die Abfrage der Stellung eines Zylinders in einem Hydraulik-Zylinder. Dazu musste der Sensor in die Wand des Druckbehälters eingeschraubt und sauber abgedichtet werden (siehe Bildergalerie Bild 2). Die aktive Sensorfläche, die in den Behälter hineinragt, musste zudem hohen Drücken und erheblichen Druckschwankungen widerstehen, und durfte dabei aus funktionalen Gründen nicht aus Metall sein. Solche Geräte werden seit den frühen 80er Jahren am Markt angeboten.
Gleichzeitig stieg der Bedarf nach Näherungsschaltern in dieser Zeit stetig weiter. Ende der 80er Jahre wurden in Deutschland jährlich fast vier Millionen Geräte verkauft. Die Innovation hat ihren Platz in der Automatisierung erobert.
Weiterentwicklung auf hohem Niveau – die 90er Jahre
Der Siegeszug des Näherungsschalters wurde ganz wesentlich von der Zuverlässigkeit und Robustheit im industriellen Einsatz getragen. Doch leider steht dem auch ein Nachteil gegenüber, nämlich die Tatsache, dass nur metallische Targets erkannt werden. Zudem haben gewöhnliche Näherungsschalter noch einen Reduktionsfaktor, d.h. auf verschiedene Metalle hat der Schalter unterschiedliche Schaltabstände. Um zumindest im Hinblick auf diese Eigenschaft Verbesserungen zu erzielen, arbeitete man schon in den späten 80er Jahren in vielen Entwicklungsabteilungen an sogenannten Reduktionsfaktor-1-Schaltern. Diese haben auf alle Metalle einen gleichen Schaltabstand und sind somit für die Anwendung von Vorteil. In den frühen 90er Jahren kamen solche Geräte erstmals auf den Markt. Zunächst als Exoten betrachtet, haben sich die Geräte im Laufe der Jahre für Anwendungen im Bereich des Automobil-Rohbaus ihren Platz erobert und werden auch von vielen Herstellern angeboten.
Die 90er Jahre waren aber auch ganz wesentlich von Bemühungen gekennzeichnet, die Produktqualität und die Interoperabilität zu verbessern. So hat die EMV-Richtlinie, die ab 1996 auch für Sensoren galt, dazu beigetragen, einen einheitlichen Standard bezüglich Emission und Immission von elektromagnetischen Feldern, herstellerübergreifend durchzusetzen.
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