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Energieforschung VCI warnt: Wichtige Forschung droht auszutrocknen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die angekündigte Mittelkürzung im Bundeswirtschaftsministerium für die angewandte Energieforschung in Deutschland stark kritisiert.

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VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup: „Wir müssen die Technologien, die wir 2050 brauchen, heute schon entwickeln. Die Strategie der Politik, Mittel zu streichen, ist daher der falsche Weg.“
VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup: „Wir müssen die Technologien, die wir 2050 brauchen, heute schon entwickeln. Die Strategie der Politik, Mittel zu streichen, ist daher der falsche Weg.“
(Bild: VCI)

Frankfurt am Main – Die für die Energieforschung vorgesehen Mittel sollen laut Entwurf des Haushaltsausschusses des Bundestags in den nächsten Jahren erheblich gekürzt werden. Damit setzte die Politik die Axt an wichtige laufende Forschungsprogramme, die dadurch auszutrocknen drohen, so VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. So würde auch das Projekt Energiewende in Gefahr geraten. Die dafür benötigten Innovationen seien ohne solche Forschung nicht zu haben.

Schon die bisherigen Ausgaben für die Energieforschung, so Große Entrup, genügen nicht dem Anspruch, den Deutschland bei der Energiewende hat. Er verwies auch auf die jüngste VCI-Studie, nach der eine Treibhausgasneutralität der deutschen Chemie bis 2050 nur mit einem immensen Forschungs- und Entwicklungsaufwand möglich sei. Industrie und der Staat sollten hier an einem Strang ziehen meint der Hauptgeschäftsführer. Die Strategie der Politik, Mittel zu streichen, sei der falsche Weg. Das Argument der Politik, die erhebliche Mittelkürzung bei der Energieforschung werde an anderer Stelle ausgeglichen, lässt der VCI-Hauptgeschäftsführer nicht gelten: Klimaschutz und eine saubere Energieversorgung bräuchten mehr Forschung, nicht weniger.

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