Schlammspiegelmessung Ultraschall-Schlammspiegelmessung in Kläranlagen – das sind die Vorteile

Autor / Redakteur: Frank Strübe / Dr. Jörg Kempf

Mithilfe der Schlammspiegelmessung können Kläranlagenbetreiber Trennschichten und Trennzonen in Absetzbecken sowie bei Nachklär- und Vorklärbecken einfach und klar erkennen. Das Klärwerk Waßmannsdorf der Berliner Wasserbetriebe testete diese Messtechnik auf ihre Leistungsfähigkeit.

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Mit dem Schlammspiegelsensor Turbimax CUS71D ist eine einfache und klare Erkennung von Trennschichten und Trennzonen möglich.
Mit dem Schlammspiegelsensor Turbimax CUS71D ist eine einfache und klare Erkennung von Trennschichten und Trennzonen möglich.
(Bild: Endress+Hauser)

Flüsse, Kanäle und Seen gehören in Berlin einfach dazu. In der Hauptstadt sind 51,7 km² Wasserflächen, das sind etwa sieben Prozent des Stadtgebietes. Somit bildet Berlin gemeinsam mit Brandenburg Europas größtes Binnengewässernetz.

Die Berliner Wasserbetriebe haben einen großen Anteil an der Gewässerqualität der Berliner Flüsse und Seen. An sechs Standorten wird das Abwasser von 3,5 Millionen Berlinerinnen und Berlinern sowie zusätzlich von Umlandgemeinden rund um die Uhr 365 Tage im Jahr gereinigt. Das Klärwerk Waßmannsdorf ist eine von insgesamt sechs Kläranlagen der Berliner Wasserbetriebe in Berlin und Brandenburg.

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Die Abwasserreinigung in dieser Region hat eine lange Tradition. Bereits seit 1927 wurde hier das Abwasser gereinigt. Die Reinigungssysteme von damals können natürlich nicht mehr mit den derzeitigen Anlagen verglichen werden, denn das Leitklärwerk Waßmannsdorf gehört heute zu den modernsten Anlagen Deutschlands. Die verantwortlichen Betreiber der Kläranlage haben das Bestreben, die Reinigungsleistung ständig auf dem Stand der Technik zu halten. Dabei spielen neue Techniken eine entscheidende Rolle.

Die Kläranlage Waßmannsdorf reinigt die anfallenden Abwässer in einem mechanisch-biologischen Reinigungsverfahren. Die Anlage besitzt eine biologische Phosphateliminierung in Kombination mit einer Nitrifikation und Denitrifikation. Nach der Durchströmung der vorgeschalteten Reinigungsbecken wird das Abwasser auf 16 Rundnachklärbecken verteilt. In diesen Becken setzt sich die Biomasse am Beckenboden ab. Der so genannte Rücklaufschlamm wird mittels Pumpwerk wieder in die biologische Reinigungsstufe befördert. Das gereinigte Abwasser hingegen fließt über ein Umlaufgerinne aus den Becken ab und wird in den Vorfluter eingeleitet. Dabei kann die Anlage bei Trockenwetter etwa 230 000 Kubikmeter Abwasser pro Tag reinigen.

Das Ziel: Veränderungen erkennen

Die Verteilung dieser großen Wassermengen auf die 16 Nachklärbecken ist eine durchaus aufwändige Regelung. Denn durch die steigende Wassermenge, die bei einem Starkregenereignis auf der Kläranlage anfällt, verändern sich auch die Bedingungen im Inneren eines Nachklärbeckens. Diese Veränderungen wollten die Verantwortlichen der Kläranlage sicher erkennen.

Warum der Schlammspiegelsensor Turbimax CUS71D von Endress+Hauser in Verbindung mit dem Messumformer Liquiline CM442 eine perfekte Kombination ist, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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