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Amtsübergabe

Uli Paetzel folgt Otto Schaaf als DWA-Präsident

| Redakteur: Alexander Stark

Am 1. Januar 2019 hat Prof. Dr. Uli Paetzel die Präsidentschaft der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) von Otto Schaaf übernommen. Im Rahmen eines Empfangs im La Redoute in Bonn-Bad Godesberg wurde das Amt am 18 Januar auch offiziell übergeben.

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Staffelstabübergabe von Otto Schaaf (re.) an Uli Paetzel, den neuen DWA-Präsidenten.
Staffelstabübergabe von Otto Schaaf (re.) an Uli Paetzel, den neuen DWA-Präsidenten.
(Bild: Aschoffotografie)

Hennef/Bonn – Im Hauptberuf ist Uli Paetzel Vorstandsvorsitzender der öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsunternehmen Emschergenossenschaft und Lippeverband in Essen. Daneben ist er Honorarprofessor an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Otto Schaaf, Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR, war zwölf Jahre lang DWA-Präsident.

Eine Würdigung des scheidenden Präsidenten war dem amtierenden DWA-Vizepräsidenten Prof. Dr.-Ing. Markus Schröder, geschäftsführender Gesellschafter der Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft mbH, Aachen, vorbehalten. Er fasste die Verdienste Otto Schaafs in dessen zwölfjähriger Amtszeit zusammen und wies unter anderem auf die Eröffnung des DWA-Büro Berlin im Jahr 2007 und den Aufbau und die Etablierung der Jungen DWA in der Vereinigung hin.

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Otto Schaaf gab im Anschluss einen Rückblick auf seine Zeit als DWA-Präsident und schon vorangegangene Jahre im Vorstand der Vereinigung. Er betonte, er habe sich in der Vereinigung immer sehr wohlgefühlt. Die DWA sei kein Lobbyverband im herkömmlichen Sinn, sondern eine mächtige und kämpferische Streiterin für eine gute Wasserwirtschaft. Ihre Stärke liege in ihrer Vielfalt. Wichtig sei ihm, dass die Vereinigung in seiner Amtszeit nicht nur in den Fachkreisen, sondern auch darüber hinaus, etwa in der Politik, eine starke Stimme geworden wäre. Helge Wendenburg bestätigte, dass die Vereinigung und ihre Mitglieder aktive, gern gesehene Akteure im politischen Dialog seien.

Der neue DWA-Präsident Uli Paetzel betonte die Rolle von sauberem Wasser bei der ökonomischen und ökologischen Entwicklung von Regionen. Wenn über Mehrwert-Effekte gesprochen werden, dann seien grüne und blaue Infrastrukturen positive, harte Standortfaktoren, so Paetzel. Fünf Themenfelder hält er für die Zukunft für besonders wichtig: die technische Entwicklung, den Klimawandel, die demografische Entwicklung, die Erhaltung der Infrastruktur, die Gefährdung des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalts.

Im Rahmen der Festveranstaltung hielten auch zahlreiche Repräsentanten aus anderen Verbänden, Politik und Wirtschaft Grußworte. Es sprachen Dr. Helge Wendenburg, bis 2018 Ministerialdirektor im Bundesumweltministerium, Dr.-Ing. Dirk Waider, Vizepräsident Wasser des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), Dipl.-Soz.-Wiss. Detlef Raphael, Beigeordneter des Deutschen Städtetags, Dipl.-Ing. Heinz Habegger, Präsident des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA). Ebenfalls angereist war Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, um ein Grußwort zu sprechen. Die DWA ist eng mit der Messe München verbunden, da die DWA in den 1960er-Jahren die alle zwei Jahre in München stattfindende Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft Ifat mitbegründet hat und von Beginn an ideeller Träger ist. Ein weiterer Weggefährte der DWA ist der Güteschutz Kanalbau, der aus dem Verband heraus gegründet worden war. Sein Geschäftsführer Dr.-Ing. Marco Künster nutzte ebenfalls die Gelegenheit, den neuen Präsidenten in einem Grußwort willkommen zu heißen.

Der Festvortrag von Prof. Dipl.-Ing. Martin zur Nedden, ehemaliger Direktor und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Urbanistik, war überschrieben „Wasser und Stadtentwicklung“. Er ging insbesondere im Zusammenhang mit Klimawandel auf wichtige Entwicklungen und Trends für den Umgang mit Wasser im dichtbesiedelten urbanen Raum ein und rief zu einem interdisziplinären Dialog auf. Insbesondere Stadtplaner und Wasserwirtschaftler sollten einen engen Schulterschluss suchen.

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