Invensys-Übernahme Übernahme ist unter Dach und Fach: Schneider kauft Invensys

Redakteur: Frank Jablonski

Paris kauft in Großbritannien ein: Mit der Akquisition von Invensys will Schneider seine Position im Markt der industriellen Automatisierung stärken.

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Hier wird das Übernahme-Angebot von Schneider Electric den Aktionären erläutert. Schneider erhofft sich durch die Übernahme von Invensys ab 2016 Einsparungen von 140 Millionen Euro pro Jahr. Zwei Jahre später soll Invensys dann rund 400 Millionen Euro zum Umsatz beitragen.
Hier wird das Übernahme-Angebot von Schneider Electric den Aktionären erläutert. Schneider erhofft sich durch die Übernahme von Invensys ab 2016 Einsparungen von 140 Millionen Euro pro Jahr. Zwei Jahre später soll Invensys dann rund 400 Millionen Euro zum Umsatz beitragen.
(Schneider Electric)

Paris - Emerson wollte nicht, ABB und Siemens hatten schon früh abgelehnt und General Electric sah nicht genug Vorteile in einer Übernahme. Seit langen schon suchen die Mehrheitseigentümer von Invensys nach einem Käufer für das Unternehmen. Jetzt hat ein Prozessindustrie-Neuling zugeschlagen: Für etwa vier Milliarden Euro hat der französische Elektrotechnik-Konzern Schneider Electric den Mischkonzern Invensys gekauft.

Nach der Vorstellung des Schneider-Managements passt die bei Invensys verbliebene Produktpalette gut zu den künftigen Herausforderungen denen sich Schneider konfrontiert sieht: Um die „Operational Efficiency“ der Kunden zu verbessern, wird der Software getriebene IT-Bereich mit dem operationellen Produkten weiter zusammenwachsen.

Nach vielen Umstrukturierungen und zuletzt dem Verkauf des Schienengeschäfts an Siemens für über zwei Milliarden Euro war Invensys zuletzt in die Bereiche Software, Industrial Automation, Energy Controls und Appliance aufgeteilt.

Dazu waren die bislang unter Invensys Operations Management (IOM) gebündelten Marken und Geschäftsbereiche wie Wonderware, Foxboro oder Eurotherm erneut aufgeteilt worden. Neben der umfangreichen installierten Geräte- und Softwarebasis waren diese Marken unter dem Invensys-Dach einer der gegenüber den Aktionären genannten Hauptgründe für die Übernahme.

Schneider weiss, was an Invensys interessant ist

Auch die globale Präsenz der Automatisierer spielte eine gewichtige Rolle für das Schneider-Management. So verteilt sich der Umsatz von IOM rund um den Erdball:

  • Europe 25%
  • North America 31%
  • South America 7%
  • Asia Pacific 25%
  • Africa/Middle East 12%

Schneider erhofft sich mit dieser Übernahme jedoch sicher auch zum deutschen Konkurrenten Siemens aufzuschließen. Die größte Übernahme der Franzosen seit 2007 (damals wurde der Hersteller unterbrechungsfreier Stromversorgungen, American Power Conversion, gekauft) soll helfen die Lücke zwischen den eigenen vier Prozent und dem 21% Marktanteil von Siemens etwas zu schließen.

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