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Explosionsschutz

Übergangsfrist für wiederkehrende Ex-Prüfung läuft ab

| Redakteur: Tobias Hüser

Die wiederkehrende Prüfung der Gesamtanlage auf Explosionssicherheit ist ab Juni dringend erforderlich.
Die wiederkehrende Prüfung der Gesamtanlage auf Explosionssicherheit ist ab Juni dringend erforderlich. (Bild: TÜV Rheinland)

Bis 2015 mussten technische Anlagen in Ex-Bereichen ausschließlich vor der Inbetriebnahme in ihrer Gesamtheit inspiziert werden. Eine regelmäßige Prüfung war nur für einzelne Geräte vorgesehen. Seit Juni 2015 schreibt die Betriebssicherheitsverordnung allerdings wiederkehrende Prüfungen der Explosionssicherheit vor. Eine Übergangsfrist bewahrte Betreiber bislang vor neuen Maßnahmen. Ende Mai 2018 läuft diese Frist aber ab.

Köln – Die Betriebssicherheitsverordnung (§ 16 in Verbindung mit Anhang 2, Abschnitt 3, Nummer 5.1) als maßgebliche gesetzliche Regelung schreibt seit Juni 2015 vor, dass diese Anlagen nun auch wiederkehrend auf ihre Explosionssicherheit zu prüfen sind. Für die wiederkehrende Prüfung muss jeder Betreiber rechtzeitig Vorbereitungen treffen: „Eine plausible Gefährdungsbeurteilung ist die unverzichtbare Grundlage“, sagt Ralf Schmitt, technischer Leiter der zugelassenen Überwachungsstelle für Brand- und Explosionsschutz bei TÜV Rheinland.

Wesentliche Inhalte dieses Dokuments sind die systematische Ermittlung der Gefährdungen, die Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen sowie die Art und Umfang der Prüfungen.

Lese-Tipp der Redaktion Die Auswahl an Industrie-Tablets ist mittlerweile groß. Doch wenn das Mobile Device über ein Ex-Zertifikat verfügen soll, beschränkt sich das Angebot auf wenige Anbieter. PROCESS hilft Ihnen bei der Suche.

Um den schnellen Ablauf der Prüfung zu ermöglichen, ist es wichtig, dass eine vollständige Dokumentation vorliegt. „Wir raten den Betreibern, für die Prüfung alle relevanten Dokumente zusammenzustellen und bereitzuhalten“, sagt Schmitt. Dazu gehören Aufzeichnungen aus Prüfungen insbesondere von Lüftungsanlagen, Gaswarneinrichtungen, von elektrischen und nicht-elektrischen Geräten sowie Schutzsystemen. „Damit kann die Prüfung deutlich effizienter durchgeführt werden“, so der Experte.

Unternehmen, die besonders umfassend und systematisch vorgehen wollen, implementieren ein Managementsystem für den Explosionsschutz. Dieses systematisiert die Regelungen beispielsweise von Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen.

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