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Wärmetauscher-Wechsel

Turnkey-Lösung sorgt für reibungslosen Austausch von Anlagenkomponenten

| Autor/ Redakteur: Sebastian Ebner / Wolfgang Ernhofer

Nichts hält ewig. Diese Weisheit bekommen Betreiber verfahrenstechnischer Anlagen immer wieder zu spüren. Der Austausch von Anlagenkomponenten stellt dabei immer ein Risiko dar – ein reibungsloser Ablauf im gegebenen Zeitplan steht dann an erster Stelle, die laufende Produktion darf nicht ins Stocken geraten.

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31,5 Kilometer Titanrohr wurden im Inneren des Wärmetauschers verbaut.
31,5 Kilometer Titanrohr wurden im Inneren des Wärmetauschers verbaut.
(Bild: Ebner)

Zehn Meter lang, rund 60 Tonnen schwer und 3,6 Meter im Durchmesser: Ein solches Koloss von Rohrbündelwärmeübertrager auszutauschen, ist kein leichtes Spiel. Vor diesem Problem stand der Salzproduzent Esco aus den Niederlanden und bat die Experten von Ebner um Mithilfe. Es galt, den Wärmeübertrager in einer Anlage zur Herstellung von mehreren hunderttausend Jahrestonnen Speisesalz und anderer Salze zu ersetzen. Die Aufgabe des Apparates war die Kondensation von bis zu 120 Tonnen pro Stunde Abdampf (Brüdendampf) der letzten Stufe einer Verdampfungskristallisationsanlage.

In der Anlage wird durch das Ausdampfen von Wasser aus einer Lösung die Sättigungsgrenze des darin befindlichen Salzes überschritten, wodurch verkaufsfähige Salzkristalle entstehen. Der Brüdendampf der ersten Stufen wird zur Wärmerückgewinnung als Heizmedium der folgenden Stufen verwendet. Der Brüdendampf der letzten Stufe ist jedoch zur Nutzung zu kalt und muss als Verlustdampf an Kaltwasser kondensiert werden. In diesem Fall geschah dies mittels 5250 Tonnen pro Stunde Meerwasser.