Chemie triff BWL TU Clausthal bietet neuen Bachelorstudiengang Wirtschaftschemie an

Redakteur: Alexander Stark

Von Arbeitskräften in der chemischen Industrie wird neben Fachwissen immer häufiger wirtschaftliches Know-how abverlangt, beispielsweise in der Lebensmittelchemie oder im Pharmabereich. Der neue deutsch-englische Studiengang Wirtschaftschemie, der im Wintersemester 2021/22 an der TU Clausthal eingeführt wird, verbindet beide Bereiche.

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Mit dem neuen Studiengang Wirtschaftschemie erweitert die TU Clausthal ihr Studienangebot im Bachelorbereich.
Mit dem neuen Studiengang Wirtschaftschemie erweitert die TU Clausthal ihr Studienangebot im Bachelorbereich.
(Bild: Christian Kreutzmann/ TU Clausthal)

Clausthal-Zellerfeld – Mit dem neuen Bachelorstudiengang Wirtschaftschemie verbindet die TU Clausthal die Chemie und die Betriebswirtschaftslehre (BWL).

„Viele industrielle, technische und wirtschaftliche Herausforderungen können heute nur international und im Zusammenspiel der Natur- und Wirtschaftswissenschaften gemeistert werden“, erläutert Professor Andreas Schmidt, Studiendekan der Fakultät für Natur- und Materialwissenschaften. „Während das Chemiestudium stark forschungsorientiert ist, werden mit dem Wirtschaftschemie-Studium an der TU Clausthal die Absolventinnen und Absolventen für Führungspositionen ausgebildet, die sich in beiden Bereichen auskennen.“ Beste Berufsperspektiven bieten ihnen die Chemie-, Pharmazie- oder Lebensmittelindustrie, aber auch die Kunststoff- oder Metallverarbeitung, der Automobil- und Maschinenbau und der Recyclingsektor stehen ihnen offen.

Digitales Netzwerk statt Präsenzveranstaltung

Angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus werden reihenweise Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Digitalen Plattformen, die diese Entwicklung kompensieren können, kann die Zukunft gehören. „Industrial Generation Network“ ist so eine Lösung für Professionals in der Industrie. Die Plattform ermöglicht eine umfassende Vernetzung sowie Produktpräsentation und thematischer Austausch mithilfe von Tools wie Terminvereinbarung und Videokonferenzen. Damit ersetzt die Plattform die aktuell stark eingeschränkte Face-to-Face-Kommunikation vor allem auf Messen.

Wie kann die Plattform mir helfen?

„Wirtschaftschemie ist ein moderner, praxisbezogener Studiengang, der neben Laborerfahrungen auch Einblicke in industrielle Projekte vermittelt. Er besticht durch eine sehr gute Betreuungssituation“, sagt Professor Jörg Adams. Bestätigt wird die Einschätzung des Studienfachberaters durch das aktuelle Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). In der Anfang Mai veröffentlichten Erhebung hatten Clausthaler Studierende für die Unterstützung und die Organisation in ihrem Chemiestudium Bestnoten verteilt. Insgesamt erhielt die Clausthaler Chemie in sechs Kategorien die Einstufung Spitzengruppe und ist damit führend in Niedersachsen. Ein weiterer Vorteil für diejenigen, die im Oberharz Wirtschaftschemie studieren: „Die internationale Wissenschaftssprache Englisch ist fester Bestandteil unseres Studiengangs. Wir trainieren sie durch learning by doing stressfrei und ohne Hürden“, so Professor Adams.

Die Chemie genießt an der TU Clausthal grundsätzlich einen hohen Stellenwert. Beleg dafür ist der künftige Clausthaler Chemie Campus, ein zentraler Baustein im Zukunftskonzept der Universität. Die nun im Studiengang Wirtschaftschemie vollzogene Verzahnung einer Fachdisziplin mit der Betriebswirtschaftslehre ist an der TU kein Novum, sondern – wie im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen – seit Jahren ein Erfolgsmodell.

Im sechssemestrigen Studium der Wirtschaftschemie werden zunächst Grundlagen in Mathematik, Physik, Allgemeiner Chemie, BWL, Volkswirtschaftslehre und Rechnungswesen vermittelt. Danach werden die Kenntnisse in verschiedenen Teilgebieten der Chemie sowie den Wirtschaftswissenschaften vertieft. Details nennt Professor Schmidt, der den Studiengang am 26. Mai (11 bis 11.45 Uhr) bei den digitalen Hochschulinformationstagen der TU Clausthal vorstellt. Der Studiengang Chemie wird ebenfalls präsentiert. Dies übernimmt Professor Adams (26. Mai, 8 bis 8.45 Uhr).

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